Es ist beschämend. Anders kann man das wirklich gar nicht mehr ausdrücken. Um ein Haar wäre es ein richtiger Jahrestag geworden. Ich sehe die Schlagzeile deutlich vor mir: E-Amserl feiert ein Jahr Blog-Abstinenz! Dafür spricht zwar, die Feste zu feiern, wie sie fallen, aber irgendwie schickt sich das eben gar nicht. Schließlich handelt es sich bei einem Blog um eine Art Tage(!)buch und nicht um ein "Schreib-alle-halben-Jahre-vielleicht-einmal-etwas-auf-wenn-der-Mond-gerade-in-einem-guten-Haus-steht-Buch".
Vielleicht ist es gleichzeitig auch ein Neuanfang, die Vogelkolonie wieder zu beleben - sozusagen ein Wink mit dem Zaunpfahl. Die ist mittlerweile wohl ebenfalls leicht angestaubt.
Da man Vorsätze bekanntlich am 31.12. jeden Jahres fasst, um sie Tags darauf umgehend wieder zu vergessen, auch an dieser Stelle ein guter Vorsatz: Aber jetzt wird wirklich alles wieder anders!
Aber wer schreibt heutzutage schon, wenn man doch telefonieren kann. Vor allem in einem Bus. Vier Stunden lang. Ohne Pause. Raumfüllend als müsste man die Akustik der Wiener Staatsoper beschallen. Nicht H7N9 ist eine Seuche, sondern öffentliches Telefonieren ist eine. Eine ganz besonders hartnäckige noch dazu. Es wäre schön, müsste man nur die Hände desinfizieren, um die Krankheitserreger wieder loszuwerden. In diesem Fall aber eher die Ohren.
Aller Anfang ist schwierig. Deshalb möchte ich natürlich nichts übertreiben und komme auch schon wieder zu einem Ende.
PS: Zum Abschluss eine kleine Lebensweisheit aus gegebenem Anlass: Wenn du in einem Geschäft in Venedig etwas findest, das dir gefällt, nimm es sofort, denn du wirst dieses Geschäft nie wieder finden!
PPS: Die in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts erbaute Wohnhausanlage hat den Einzug der beiden Terroristen in das Stockwerk oberhalb fast unbeschadet überstanden - bis auf die leichten Risse in der Wand und die gesprungenen Weingläser in der Vitrine... Entweder leiden die lieben Kleinen unter einer plötzlichen Schlafkrankheit oder die liebevolle Großmutter hat K.O.-Tropfen in den Griesbrei gemischt. Jedenfalls hat mich dieser Radau zum Zitat aus der Bürgschaft gebracht und schlussendlich auf die Idee zu bloggen. Sensationell, oder?! :)
Ein Leben am Limit - gezeichnet von den geistigen Tiefflügen (der anderen). Man hat leicht zwitschern, wenn man denkt, am längeren Ast zu sitzen. Wer denkt, dass heimische Singvögel nicht bissig sind, dem darf sogleich auf seinen Weg mitgegeben werden: er irrt! Von langer Hand geplant - spontan umgesetzt. Bleibt lediglich noch die Frage offen: Liest du noch, oder bloggst du schon?
Donnerstag, 16. Mai 2013
Donnerstag, 26. Juli 2012
Vom Wunsch der Ohren-betäubung
Wenn der innere Gehörgang um Gnade winselt und die
Membrana tympani zu zerreißen droht, dann ist es am Friedelstrand wieder einmal
soweit. Alle Jahre wieder geht auch im heurigen Hochsommer[sic!] die Nacht der
Musicals über die Bühne. Manch einer stellt sich das nicht nur im übertragenen,
sondern vielmehr im wortwörtlichen Sinn vor. Warum? Das ist kurz und knackig
erklärt: beim tatsächlichen "über die Bühne gehen" ginge das ein oder
andere Gesangsgenie baden. Begrüßenswert! ... solange dabei die volle
Konzentration auf die - hoffentlich - geräuscharme Atmung gelegt wird.
Es gilt die Unschuldsvermutung
... sie machen das, weil sie es
einfach nicht besser können? Aber wieso in Gottes Namen tun sie es dann Jahr
für Jahr - in "gleichbleibender Qualität" wieder? Es gilt beinahe als
bewährte Tradition, an der alljährlichen Generalprobe zu partizipieren. Nicht
ganz freiwillig wohlgemerkt. Aber nennen wir es der Einfachheit halber
"Goodie", wenn beim Kauf einer Nachmittagskarte für das Strandbad die
akustische Belästigung bereits inkludiert ist. Zugegeben, ich wäre auch
nicht bereit, dafür auch nur einen Cent (oder back to the roots, wenn es bald
wieder Groschen, Centesimo, Centimo oder Pfennig heißt) auszugeben. Die
Veranstalter müssten schon bereit sein, mir eine angemessene Erschwerniszulage
zu gewähren, wenn mein sensibles Gehör auf eine derartig ungnädige Probe
gestellt würde.
Vorschlag für die Zukunft:
Wörther-seh-bühne
Kurzum:
an Tagen wie diesen, sollte man sich davor in Acht nehmen, wenn die
"riesige Seebühne, [die] NICHT[sic!] wie
Dornröschen vor sich hindämmert"...
Im
schlimmsten aller Fälle ergeht es dem bemitleidenswerten Dornröschen nämlich
wie Elisabeth oder Amadeus (sie erleiden einen jungen, mysteriösen Tod...) und
mutiert zum Tanz der Vampire oder doch mehr zu einer Rocky, aber vor allem:
Horror Show, wenn es ebenfalls bis zur Unkenntlichkeit verunstaltet wird
... was im Übrigen automatisch mit unheilbarem Ohrenkrebs verbunden ist.
Man nennt es Sicherheitsvorkehrungen oder das einzig probate Mittel, das
Vergessen zu beschleunigen. In diesem Sinne: Prost!
|
... und
die Moral von der Geschicht': singen kann man, oder (wie die Darsteller der
Nacht der Musicals) eben nicht.
2013
geht das heitere Musical-Titel-Raten bestimmt in eine neue Auflage (und dabei
ist das klägliche Scheitern vorprogrammiert)
*) Stand der Ermittlungen: Bedauerlicherweise ließ sich bis zum derzeitigen Zeitpunkt nicht herausfinden, weshalb der Text so komisch hinterlegt ist. Aber ich bin auch nicht gerade ambitioniert, das Problem einer entsprechenden Lösung zuzuführen... Vorschläge werden gerne entgegen genommen.
*) Stand der Ermittlungen: Bedauerlicherweise ließ sich bis zum derzeitigen Zeitpunkt nicht herausfinden, weshalb der Text so komisch hinterlegt ist. Aber ich bin auch nicht gerade ambitioniert, das Problem einer entsprechenden Lösung zuzuführen... Vorschläge werden gerne entgegen genommen.
Montag, 25. Juni 2012
Von armen Schweinen
Es ist schon wieder nichts passiert...
... und tatsächlich ist hier jetzt erstaunlich lange einfach gar nichts passiert. Dass geraume Zeit nicht "geamserlt"wurde, lässt sich wohl einerseits mit der parallelen Schreibtätigkeit in der Vogelkolonie begründen und liegt andererseits an der Tatsache, dass dort bereits die schönsten, besten und kuriosesten Tiergeschichten redaktionell aufbereitet werden*. Von da und dort hagelt es mittlerweile Kritik, dass die Leser hier seit mehr als... - ich traue mich das jetzt gar nicht in einen zeitlichen Horizont zu fassen - jedenfalls lesetechnisch stark vernachlässigt wurden. Hierfür möchte ich mich in aller Ausdrücklichkeit entschuldigen und gelobe Besserung. Notfalls sehe ich mich gezwungen, mich in den hiesigen öffentlichen Nahverkehrsmitteln für neue Erzählungen "inspirieren" zu lassen. Ich appelliere hier jedoch zeitgleich inständig an meinen Einfallsreichtum, um mir den Griff zu diesem drastischen Mittel zu ersparen.
* In diesem Zusammenhang fällt geradezu unangenehm auf, welche Konsequenzen das Outsourcing von einzelnen Bereichen für den Mutterkonzern mit sich bringen kann.
Der Letzte (Eintrag) wird der Erste sein
Schon die Überschrift lässt verräterisch anmuten: Es handelt auch heute wieder von einer tierischen Erzählung. Kritiker könnten an dieser Stelle raunen, dass man doch auch in der Vogelkolonie über arme Schweine berichten könnte. Richtig! Konjunktiv. Und warum schreibt die Amsel über die grunzenden - bzw. in diesem besonderen Fall leider nicht mehr grunzenden - Paarhufer? Auch wieder richtig: Weil sie's kann!
Da sich in den vergangenen (Anm. d. Red.: es könnte aber immer auch der letzte sein, wenn man die Abstände zwischen den einzelnen Nachrichten kritisch beäugt) Einträgen der Schwerpunkt "Reise" herauskristallisiert hat und das darüber hinaus hervorragend mit den Wesenszügen einer Amsel vereinbar ist - nun zur eigentlichen Geschichte.
Vorausschicken möchte ich, dass selbstverständlich auch der Basstölpel (Parallelleser kennen ihn aus der Vogelkolonie) die Reiselust der Amsel teilt. So verschlug es Amsel und Basstölpel in ihrer Funktion als Vogelkolonialisten in ein an Österreich angrenzendes Nachbarland, das neben dem sehr raschen, temperamentvollen und vor allem gestikulationsintensiven Gezwitscher der Eingeborenen für die ausgezeichnete Kulinarik bekannt und gleichermaßen beliebt ist.
Noch einmal Schwein gehabt?
An Tagen wie diesen waren Amsel und Basstölpel froh, im übertragenen Sinn zwar eines zu haben (z.B. in Anbetracht des wunderbaren Badewetters an diesem Wochenende, der unproblematischen Anreise, der in Hülle und Fülle zur Verfügung stehenden Parkmöglichkeiten, usw.), aber keines zu sein! Das Warum ist mit einem Vorher-Nachher-Vergleich anschaulich erklärt:
Hier zuerst das Vorher-Foto:
| © Sandra Wassmuth Ein (hoffentlich ahnungslos!) zufrieden lächelndes San-Daniele-Ferkel. Die Amsel wäre in solchen Momenten wirklich viel, viel lieber Vegetarier. |
| © Sandra Wassmuth Wie soll es einem inkonsequenten Wesen gelingen zu widerstehen? Sie kann den kleinen Ferkeln nur den Rat geben: Schmeckt einfach nicht so gut! Trotzdem: arme Schweine! |
PS: Die Sommerferien liegen in der Zielgeraden - wer sich mit Reiseberichten regelmäßig umsorgt fühlen möchte, erhält umgehend meine Bankdaten, um die Reisetätigkeit der Amsel tatkräftig zu unterstützen! :)
Sonntag, 1. April 2012
Von Frühlingsboten im April
Bei Frühlingsboten denkt man nach einem von Kälte durchzogenen Winter an die ersten zarten Blümchen, die in lila-weißer Gestalt von Duftveilchen aus dem Gras wachsen. Die ersten warmen Sonnenstrahlen tanzen über die Nasenspitze und der Apfelbaum in Nachbars Garten steht in schneeweißer Blütenpracht. Die Ostösterreicher haben damit ein gravierendes Problem: Weder mit Veilchen (also manche schon, aber anders) noch mit Sonnenstrahlen. Vielmehr mit schnee-weiß, aber eben nicht am Apfelbaum. Ja, es hat am 1. April geschneit. Man fragt sich zurecht: Einer dieser datumsbezogenen Scherze? Wenn es einer sein soll, dann als Exempel für die ganz besonders schlechten. Ein Zuhörer wird an diesen Tagen davon Abstand nehmen, die Freude zu partizipieren, wenn man es wie eine Schnee-Königin tut. Daher sollte die Wortwahl wohlfeil überdacht sein.
An solchen Tagen steigt aber auch die Ungeduld ins Unermessliche, denn den einen oder anderen juckt es bereits in der großen Zehe, das textile Verdeck des Automobils für die kommenden Monate in die Flucht zu schlagen - und dann muss man doch die herbe Enttäuschung in Kauf nehmen, wenn bloß das Wetter-Cabrio-len schlägt...
Nicht nur mit dem Wetter, ebenso mit den Palmeseln verhält es sich paradox. Die Ostösterreicher kleiden sich wie sie, die Eingeborenen der südlicheren Gefilde trotten bepalmzweigt hinter ihnen her.
| Schau-genau-Heimseherfrage: Wer findet den Esel? |
Nicht wegen des Wetters wird das bevorstehende Osterfest ins Wasser fallen. Nein, schlimmer geht immer! Eine schreckliche Entdeckung mit weitreichender Folge wurde dahingehend gemacht, dass der Osterhase heuer nicht in gewohnter "Form" ist, die Geschenke geschickt verstecken zu können. Diese Kunde ist zwar für alle Kinder bedauerlich, gleichzeitig jedoch unumgängliches Faktum.
| Das hätten zwei ganz possierliche Osterhasen sein können, wäre nicht ein Salamander schneller gewesen... |
Neue Möglichkeiten haben sich dahingehend eröffnet, nun über ein ungeahntes zweites berufliche Standbein zu verfügen. Ich gehe nun unter die Züchter seltener Sommersprossen-Sorten. Und jetzt bin ich weg... und wenn ich nicht hier bin, dann bin ich ...
Mittwoch, 21. März 2012
Einmal Vogel, immer Vogel
Defensio
Nur weil ich Blog-Co-Besitzer und Co-Blogger der Vogelkolonie bin, heißt das nicht, dass hier auf Tiergeschichten verzichtet wird. Seit dem Zähneputzen gerade eben ist das jedenfalls beschlossene Sache. (Punkt - um dem Ganzen die notwendige Klarheit zu verleihen)
Eine wirklich einmalige Gelegenheit sollten sich die richtig treuen Leser aber keinesfalls entgehen lassen: Das zweite Baby - eben die Vogelkolonie - das vor einigen Tagen aus der Taufe gezogen wurde, freut sich über jeden neuen Leser. Ich denke auch, dass die Querverweise zwischen den beiden Blogs dann wohl deutlich nachvollziehbarer werden :) Dieser Hinweis ist natürlich eine ganz plumpe Werbeaktion, die viele von euch natürlich längst durchschaut haben. Macht nix - Hauptsache es wird auch in der Vogelkolonie fleißig gelesen - aber vergesst mir bitte keinesfalls auf das e-Amserl!
The same procedure as every year - oder: Die Kernbotschaft
Der Frühling wäre ja so wunderbar, wenn diese heim-tückische Sache mit dem Frühjahrsputz nicht wäre. Man kann einfach nichts dagegen machen - völlig paralysiert und zwanghaft macht man einfach. Selbstverständlich ist dieses Unterfangen mit einer notwendigen Portion an Kraftausdrücken versehen, die dann in weiterer Folge diese quälenden Selbstzweifel aufwerfen, wieso man den gesamten Winter (also wenn man es genau nimmt, seit dem letzten Frühjahrsputz) so unfassbar träge und lasch gewesen sein konnte... Die Ausführungen zur Lernkurve hatten wir an dieser Stelle bereits...
"Die meisten Unfälle passieren zu Hause."
Vielen herzlichen Dank an die Statistik Austria für diese wertvolle Erkenntnis... Es ist durchaus bemerkenswert, wie enorm man sich daran erfreuen kann, in der eigenen Behausung unfallfrei von A nach B zu gelangen. Ich denke im Übrigen die Einführung einer dem ÖAMTC nachempfundenen Plakette "25 Jahre unfallfrei", an. Die vergangenen Wochen waren von Gefahrensituationen gezeichnet. Aber jetzt, jetzt ist alles anders. Nun gelange ich so wirklich richtig vom Arbeitszimmer in den angrenzenden Panic-Room und danach über das Wohnzimmerareal und das Schlafdomizil direkt in die Küche. Und es wirkt plötzlich alles so... leer. Folgende wahrheitsgemäße und folgerichtige Anmerkung konnte Paul S. zu diesem Thema beitragen: "... dafür kann ich stolz verkünden, dass man bei mir vom Boden essen kann, schließlich findet man immer irgendwo etwas..." Mittlerweile schmücken zumindest keine aus Kleidung aufgetürmten Maulwurfshügel den Boden. Ich dachte ja eigentlich immer, dass Maulwürfe winzig kleine, possierliche Tierchen wären... Irrtum sprach der... Vogel.
Achja, bevor ich es vergesse: Ich hege die Befürchtung, dass mich Andreas Schwarz bei meinem letzten Brainstorming belauscht und im Anschluss daran folgenden Kommentar verfasst hat. Ich muss aber zugeben: wirklich fabelhaft getroffen.
Nur weil ich Blog-Co-Besitzer und Co-Blogger der Vogelkolonie bin, heißt das nicht, dass hier auf Tiergeschichten verzichtet wird. Seit dem Zähneputzen gerade eben ist das jedenfalls beschlossene Sache. (Punkt - um dem Ganzen die notwendige Klarheit zu verleihen)
Eine wirklich einmalige Gelegenheit sollten sich die richtig treuen Leser aber keinesfalls entgehen lassen: Das zweite Baby - eben die Vogelkolonie - das vor einigen Tagen aus der Taufe gezogen wurde, freut sich über jeden neuen Leser. Ich denke auch, dass die Querverweise zwischen den beiden Blogs dann wohl deutlich nachvollziehbarer werden :) Dieser Hinweis ist natürlich eine ganz plumpe Werbeaktion, die viele von euch natürlich längst durchschaut haben. Macht nix - Hauptsache es wird auch in der Vogelkolonie fleißig gelesen - aber vergesst mir bitte keinesfalls auf das e-Amserl!
The same procedure as every year - oder: Die Kernbotschaft
Der Frühling wäre ja so wunderbar, wenn diese heim-tückische Sache mit dem Frühjahrsputz nicht wäre. Man kann einfach nichts dagegen machen - völlig paralysiert und zwanghaft macht man einfach. Selbstverständlich ist dieses Unterfangen mit einer notwendigen Portion an Kraftausdrücken versehen, die dann in weiterer Folge diese quälenden Selbstzweifel aufwerfen, wieso man den gesamten Winter (also wenn man es genau nimmt, seit dem letzten Frühjahrsputz) so unfassbar träge und lasch gewesen sein konnte... Die Ausführungen zur Lernkurve hatten wir an dieser Stelle bereits...
"Die meisten Unfälle passieren zu Hause."
Vielen herzlichen Dank an die Statistik Austria für diese wertvolle Erkenntnis... Es ist durchaus bemerkenswert, wie enorm man sich daran erfreuen kann, in der eigenen Behausung unfallfrei von A nach B zu gelangen. Ich denke im Übrigen die Einführung einer dem ÖAMTC nachempfundenen Plakette "25 Jahre unfallfrei", an. Die vergangenen Wochen waren von Gefahrensituationen gezeichnet. Aber jetzt, jetzt ist alles anders. Nun gelange ich so wirklich richtig vom Arbeitszimmer in den angrenzenden Panic-Room und danach über das Wohnzimmerareal und das Schlafdomizil direkt in die Küche. Und es wirkt plötzlich alles so... leer. Folgende wahrheitsgemäße und folgerichtige Anmerkung konnte Paul S. zu diesem Thema beitragen: "... dafür kann ich stolz verkünden, dass man bei mir vom Boden essen kann, schließlich findet man immer irgendwo etwas..." Mittlerweile schmücken zumindest keine aus Kleidung aufgetürmten Maulwurfshügel den Boden. Ich dachte ja eigentlich immer, dass Maulwürfe winzig kleine, possierliche Tierchen wären... Irrtum sprach der... Vogel.
Achja, bevor ich es vergesse: Ich hege die Befürchtung, dass mich Andreas Schwarz bei meinem letzten Brainstorming belauscht und im Anschluss daran folgenden Kommentar verfasst hat. Ich muss aber zugeben: wirklich fabelhaft getroffen.
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| Kurier vom 20.03.2012, Titelblatt, Kommentar Andreas Schwarz |
Sonntag, 18. März 2012
Von der Stadt der Stiegen
Oh mon dieu!
Sie ist wohl eines dieser Opfer [Für all jene, die sogleich mit dem erhobenen Zeigefinger Gewehr bei Fuß stehen: so leid es mir wirklich tut, aber... beim besten Willen kann man hier jedoch weder "Figurant" noch "Darsteller" einsetzen]. Vielleicht sogar ein Opfer ihrer selbst - wer weiß das schon so genau? Machtlos muss sie zusehen, wie sie einfach mit einem Ruf bekleckert wird. Er hält sich jedenfalls hartnäckig - wie ein Rotweinfleck auf einer weißen Bluse.
Nach vier Tagen, zwei davon in tristes Grau gehüllt, mit zahllosen Regentropfen, selbstverständlich ohne Regenschirm, nassen und kalten Füßen und einem kaputten Zippverschluss der Jacke, ist der attestierte Zauber völlig unerklärlich. Es ist wohl der subjektive Eindruck, der die Bewertung zu trüben vermag. Wie kommt eine Stadt zum tragenden Ruf, die Stadt der Liebe zu sein? Viele werden jetzt bedächtig nicken und sinnieren: Ja, ja so ist Paris. All jene, die das inbrünstig bestätigen können: Ihr wart alle noch nicht dort, gell?! Wenn Paris eine grundlegende Ingredienz fehlt, dann ist es genau das. Man könnte hier der Schuldfrage nachgehen: Weshalb präsentiert sie sich auch wie die Wetter-Seite vom Schrottenturm?
Retrospektiv betrachtet muss man jedoch einen besonderen Vorteil hervorheben: Es ist eine ungemeine Erleichterung, wenn man die Proleten in der U-Bahn nicht versteht. Hören kann man sie ja bedauerlicher Weise sehr wohl, aber verstehen Gott sei es gedankt, nicht.
Aber es gibt natürlich auch Erfreuliches zu berichten (z.B. die fabelhafte Begegnung - und gleichzeitige Belastungsprobe für das Herz - mit den Polizeiautos, den mit schusssicheren (igitt, der 3-S-Blick) Westen adjustierten Exekutivbeamten, den durchaus schmückenden Sturmhauben und den Sturmgewehren im Anschlag...):
Gehen wir nun sogleich - forschen Schrittes - zur Fotodokumentation über:
Sie ist wohl eines dieser Opfer [Für all jene, die sogleich mit dem erhobenen Zeigefinger Gewehr bei Fuß stehen: so leid es mir wirklich tut, aber... beim besten Willen kann man hier jedoch weder "Figurant" noch "Darsteller" einsetzen]. Vielleicht sogar ein Opfer ihrer selbst - wer weiß das schon so genau? Machtlos muss sie zusehen, wie sie einfach mit einem Ruf bekleckert wird. Er hält sich jedenfalls hartnäckig - wie ein Rotweinfleck auf einer weißen Bluse.
Nach vier Tagen, zwei davon in tristes Grau gehüllt, mit zahllosen Regentropfen, selbstverständlich ohne Regenschirm, nassen und kalten Füßen und einem kaputten Zippverschluss der Jacke, ist der attestierte Zauber völlig unerklärlich. Es ist wohl der subjektive Eindruck, der die Bewertung zu trüben vermag. Wie kommt eine Stadt zum tragenden Ruf, die Stadt der Liebe zu sein? Viele werden jetzt bedächtig nicken und sinnieren: Ja, ja so ist Paris. All jene, die das inbrünstig bestätigen können: Ihr wart alle noch nicht dort, gell?! Wenn Paris eine grundlegende Ingredienz fehlt, dann ist es genau das. Man könnte hier der Schuldfrage nachgehen: Weshalb präsentiert sie sich auch wie die Wetter-Seite vom Schrottenturm?
Retrospektiv betrachtet muss man jedoch einen besonderen Vorteil hervorheben: Es ist eine ungemeine Erleichterung, wenn man die Proleten in der U-Bahn nicht versteht. Hören kann man sie ja bedauerlicher Weise sehr wohl, aber verstehen Gott sei es gedankt, nicht.
Aber es gibt natürlich auch Erfreuliches zu berichten (z.B. die fabelhafte Begegnung - und gleichzeitige Belastungsprobe für das Herz - mit den Polizeiautos, den mit schusssicheren (igitt, der 3-S-Blick) Westen adjustierten Exekutivbeamten, den durchaus schmückenden Sturmhauben und den Sturmgewehren im Anschlag...):
Gehen wir nun sogleich - forschen Schrittes - zur Fotodokumentation über:
| Es drängt sich hier der Verdacht nahezu auf, dass jener junge Mann den Aufstieg auch zu Fuß vornehmen musste... Ob er sich wohl ebenfalls dachte: "WTF, 284 Stufen???" |
| Habe ich schon erwähnt, dass ich (narzisstisch veranlagt bin) und demnach Rechtschreibfehler - wie obige - nur schwierig ertragen kann? |
| Diernstein also... ganz klar. |
| Ein folgenschwerer Trugschluss - Kein Hotel im herkömmlichen Sinne, wie man aufgrund der Aufschrift annehmen möchte. Es verbirgt sich hinter dem "Hotel Dieu" vielmehr ein Krankenhaus. |
| Wir haben wirklich krampfhaft (ab ins Hotel Dieu) überlegt, ob das statisch im Bereich des Möglichen sein kann. Wir überlassen in dieser Causa die Entscheidung den Fachmännern. |
| Mit Kanonen auf Spatzen schießen? Man weiß es nicht so genau. |
| Ein Sonnenbad - und das nahezu exakt auf dem Nullmeridian. Da geht dem Kartographen das Herz auf (womöglich wieder ein Fall für Hotel Dieu?) |
Abschließen möchte ich mit folgendem Tipp des Tages: Es gibt ein neues und selbstredend richtig grandioses Projekt unter www.vogelkolonie.blogspot.com
Montag, 6. Februar 2012
Aus gegebenem Anlass
Die Insider werden sich bei diesem Titel vorfreudig die Hände reiben (und aufgrund der unwirtlichen Außentemperaturen Erfrierungen erleiden) und auf eine mit Rechtschreibfehlern gespickte Dienstanweisung hoffen. Es bricht mir förmlich das Herz, diese Erwartung im Keim ersticken zu müssen. Dieser Beitrag ist in eigener Sache - selbstverständlich im starken Kontrast zu den bisherigen Einträgen...
Fragt man, sagt der Hausverstand...
(aber es wird ja viel zu selten befragt)
Ich darf Entwarnung geben. Die Wahrscheinlichkeit, mich auf (Glatt-)Eis zu begeben ist genauso dünn wie die selbige Schicht auf den heimischen Gewässern, genauer gesagt am größten See Kärntens. Weder am See oder im Stadtbad Mödling noch sonst irgendwo konnte ich mich bis dato für diese Freizeitbeschäftigung erwärmen. Wenngleich ich die Finalpose von der guten, alten Kathi (ab Minute 1:37 - ein bisschen Qual muss sein) sicherlich genauso anstandslos hinbekomme, schaffe ich es nicht, ein gesteigertes Bedürfnis für diese Wintersportart zu entwickeln. Eltern, die zum Schlittschuhlaufen auf den "zugefrorenen" See auffordern, könnten ihre Kinder genauso gut und gerne auf die Autobahn spielen schicken. Es folgt erneut die Quittierung mit verständnislosem Kopfschütteln.
Mit folgender Metapher möchte ich sogleich fortfahren: Soll ich eislaufen? Nein! Ich fahre viel, viel lieber Schlitten. ... und zwar mit jedem, der es aus meiner Sicht nicht anders verdient hat. Denn wusste es schon der gute G.G. Anderson: Eine Schlittenfahrt ist lustig, eine Schlittenfahrt ist schön (zu meinem großen Erstaunen gibt es hierzu kein Youtube-Video).
Fragt man, sagt der Hausverstand...
(aber es wird ja viel zu selten befragt)
Ich darf Entwarnung geben. Die Wahrscheinlichkeit, mich auf (Glatt-)Eis zu begeben ist genauso dünn wie die selbige Schicht auf den heimischen Gewässern, genauer gesagt am größten See Kärntens. Weder am See oder im Stadtbad Mödling noch sonst irgendwo konnte ich mich bis dato für diese Freizeitbeschäftigung erwärmen. Wenngleich ich die Finalpose von der guten, alten Kathi (ab Minute 1:37 - ein bisschen Qual muss sein) sicherlich genauso anstandslos hinbekomme, schaffe ich es nicht, ein gesteigertes Bedürfnis für diese Wintersportart zu entwickeln. Eltern, die zum Schlittschuhlaufen auf den "zugefrorenen" See auffordern, könnten ihre Kinder genauso gut und gerne auf die Autobahn spielen schicken. Es folgt erneut die Quittierung mit verständnislosem Kopfschütteln.
Mit folgender Metapher möchte ich sogleich fortfahren: Soll ich eislaufen? Nein! Ich fahre viel, viel lieber Schlitten. ... und zwar mit jedem, der es aus meiner Sicht nicht anders verdient hat. Denn wusste es schon der gute G.G. Anderson: Eine Schlittenfahrt ist lustig, eine Schlittenfahrt ist schön (zu meinem großen Erstaunen gibt es hierzu kein Youtube-Video).
Sonntag, 5. Februar 2012
Ein Fall von Vernachlässigung
Ein schrecklicher Fall von Vernachlässigung wurde der Redaktion über geheime Kanäle zugetragen. Was hier zu Tage tritt, scheint schier unfassbare Ausmaße angenommen zu haben. Kaum zu glauben, wozu Menschen in Ausnahmesituationen in der Lage sein können. Es bleibt dem entsetzten Leser lediglich übrig, ungläubig und gleichsam entrüstet den Kopf zu schütteln:
Es darf auf keinen Fall mehr passieren, dass dieses Blog länger als ein Monat unbeachtet bleibt!
Gab es doch in den vergangenen Wochen wirklich unglaubliche(!) Themen. Ich denke hier daran, dass wir mit großen Ohren ähem mit großem Erstaunen die kurzweilige Weihnachtsposse rund um den/die Büroleiter verfolgen durften. Nun ist mir die Aufruhr in den heimischen Medien jedoch ein wenig unverständlich. So großartig ist dieser freigeschaufelte Posten nun auch wieder nicht, wenn man bedenkt, dass Büroleiter einen überwiegenden Teil ihres Daseins in einem düsteren Abstellkammerl fristen und in weiterer Folge anderen beim Emporklettern behilflich sind. Erstrebenswert? Mit Nichten[sic!] - in diesem Fall aber wohl eher Neffen von in der Öffentlichkeit nicht unbekannten Onkeln. Also, Mitleid mit dem Ohrwaschelkaktus?! - Fehlanzeige. Zumal ich ja überzeugt der Auffassung bin, dass die Stelle des Büroleiters sowieso mir wie auf den Leib geschneidert ist! Schließlich habe ich mich bereits im zarten Volksschulalter für die Anliegen des ORF engagiert (und GIS bezahle ich ganz nebenbei auch). Aber das ist eine andere Geschichte.
Themenwechsel: Verfolgte Innenpolitiker DD Innenpolitiker mit Verfolgungswahn. Der Haken an der Sache ist jedoch, dass man damit verbunden, dass ich mein ungläubiges Kopfschütteln hier einfach nicht verschriftlichen kann. Wer in diesem Fall aber wirklich großartig ist: HeiFi! HeiFi 4 president. Achso, ist er ja schon! :) Wer's noch nicht kennt, es bleibt kein Stein auf dem anderen.
Weil ich immer wieder gefragt werde...
Abschließen möchte ich mit einer frohen Kunde: Kuh Yvonne geht es fabelhaft - beim nächsten Weihnachtshumtata auf Gut Aiderbichl wird sie quietschvergnügt in die Kamera muhen, sofern sie nicht die Reiselust packt.
Dienstag, 27. Dezember 2011
Vom Weihnachtsfrieden
Das Erfreuliche zuerst: Weihnachten ist überstanden, bis es dann in knapp einem Jahr wieder heißt: "The same procedure as every year." Wobei genau betrachtet steht uns das ja noch bevor. Und das bereitet mir, alle Jahre wieder, gehörige Magenschmerzen (zugegebenermaßen hat Bata Illic dazu gerade eben einen beträchtlichen Beitrag geleistet... aber das ist eine andere Geschichte). Nicht etwa, weil es an Ideen oder Angeboten mangelt, den Jahreswechsel würdig und feierlich zu begehen. Nein, es ist schlicht und ergreifend die viel zu häufig verwendete banauseale (wer das Wort jetzt nicht kennt - ich habe es soeben erfunden und zeige mich darüber stolzerfüllt) Schreibweise. Ich möchte hier also festschreiben: Sylvester ist entweder ein entzückendes kleines Mietzekätzchen einer aus Kindertagen als bekannt vorausgesetzten Comic-Serie bzw. ein von der Zeit gezeichneter Fernsehheld (vs. einfach nur degenerierter, hässlicher Mann). Ich hoffe nun, dass ich richtig verlinkt habe :) Die Feier zum Jahreswechsel heißt Silvester, Silvester mit i, bitte! An dieser Stelle schon einmal: Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit.
Weiße Weihnachten
Es soll jetzt keineswegs der illusorische Eindruck erzeugt werden, ich wäre ein gehässiger Zeitgenosse, aber... Wenn man den akribisch durchgeführten Statistiken der hiesigen Experten auf dem Gebiet der Meteorologie (Anm. d. Red.: Vl. sollte man bei einer österreichischen Tageszeitung dahingehend Aufklärungsarbeit leisten, dass Meteorologie in keinem kausalen Verhältnis zu einer Längenmaßeinheit steht?!) Glauben schenken darf, handelt es sich bei Schneefall am 24. Dezember um ein ausgesprochen un-wahrscheinliches Ereignis. War in der Vergangenheit so und wird in Hinkunft durch die globale Erderwärmung nicht bedeutend begünstigt werden. Trotzdem klammern sich viele Menschen verzweifelt an diese Hoffnung. Dazu sei gesagt, dass die Hoffnung zuletzt stirbt - aber stirbt. Ich wünschte mir von ganzem Herzen, es mögen sich eines 24. Dezembers die Schleusen über Ostösterreich öffnen und die lang ersehnte weiße Pracht zu Tage bzw. zum (Heiligen) Abend bringen. Denn erst dann werden die Menschen sehen, dass auch so ein bisschen winterliches (Titanium White) Weiß auf den Straßen keine Weihnachtsstimmung zaubern kann - sondern nur ein Verkehrschaos de luxe erzeugt.
Weiße Weihnachten
Es soll jetzt keineswegs der illusorische Eindruck erzeugt werden, ich wäre ein gehässiger Zeitgenosse, aber... Wenn man den akribisch durchgeführten Statistiken der hiesigen Experten auf dem Gebiet der Meteorologie (Anm. d. Red.: Vl. sollte man bei einer österreichischen Tageszeitung dahingehend Aufklärungsarbeit leisten, dass Meteorologie in keinem kausalen Verhältnis zu einer Längenmaßeinheit steht?!) Glauben schenken darf, handelt es sich bei Schneefall am 24. Dezember um ein ausgesprochen un-wahrscheinliches Ereignis. War in der Vergangenheit so und wird in Hinkunft durch die globale Erderwärmung nicht bedeutend begünstigt werden. Trotzdem klammern sich viele Menschen verzweifelt an diese Hoffnung. Dazu sei gesagt, dass die Hoffnung zuletzt stirbt - aber stirbt. Ich wünschte mir von ganzem Herzen, es mögen sich eines 24. Dezembers die Schleusen über Ostösterreich öffnen und die lang ersehnte weiße Pracht zu Tage bzw. zum (Heiligen) Abend bringen. Denn erst dann werden die Menschen sehen, dass auch so ein bisschen winterliches (Titanium White) Weiß auf den Straßen keine Weihnachtsstimmung zaubern kann - sondern nur ein Verkehrschaos de luxe erzeugt.
Donnerstag, 17. November 2011
Von Weltkulturerben - Eine Nacherzählung
Der jährlich wiederkehrende Hiataeinzug, seit dem vergangenen Jahr ein UNESCO-Weltkulturerbe, ging vor mittlerweile zwei Sonntagen über die Bühne. Es mag zwar nicht zu leugnen sein, dass man sich ab einem gewissen Alter mit einer ausgedehnten Revitalisierungsphase herumschlagen muss, allerdings darf sich der besorgte Leser wieder erleichtert in den Sessel zurückfallen lassen, es fehlte bisher schlicht und ergreifend am entsprechenden Zeitkontingent, das diese Nacherzählung verdient hat. Ich möchte an dieser Stelle nur gesagt haben, dass ich noch (lange!) nicht in dem oben beschriebenen Alter bin. Ich kenne das Szenario lediglich vom Hören-Sagen. Hiermit ein Hoch auf Kaffee und die Kosmetikindustrie. Wer den Hiataeinzug in Perchtoldsdorf nicht kennt, muss man schon so sagen, hat Entscheidendes verpasst. Das Prinzip ist schnell erklärt: "Ein guter Tag beginnt... mit der besseren Zeitung". Ja genau, wer's glaubt.
Wer die Welt nur mehr durch einen hefetrüben Schleier sieht, der ist beim sogenannten "Staubigen" gelandet. Ausschließlich Banausen sagen zu diesem wohltuenden Zaubertrank "Gschloder", das während dieses Ereignisses kostenfrei ausgeschenkt wird. Dieselben Banausen fragen sich dann in weiterer Folge ein wenig später, wieso in Gottes Namen beim niedergelassenen Heurigen seines Vertrauens dafür satte € 2,40 berappt werden (dürfen). Und die eben angesprochenen Banausen konstatieren dann (ungehört) weiter: "Geschenkt ist noch zu teuer." Und dann geht es freilich solange weiter, bis man Rot von Weiß nicht mehr zu unterscheiden vermag und die Feinmotorik unter dem nicht enden wollenden Leistungsdruck die Patschen streckt.
Wenn wir schon bei Kulturerbe und so sind: Nicht nur erlesene Kaffeehäuser sollten sich mit der UNESCO-Tafel schmücken dürfen. Seit gestern setze ich mich persönlich dafür ein, dass Trafiken den gleichen Anspruch haben sollten. Üblicherweise konzentriert man sich bei Betreten einer Trafik darauf, in dem räumlich so großzügig geplanten Geschäftslokal, in dem man eigentlich annehmen muss, es handle sich dabei um den Bauchladen des Trafikanten, ja kein Eselsohr in eine Zeitung zu biegen. Warum ich als Nichtraucher und Online-Zeitungsleser überhaupt Trafiken visitiere? Diese gute Frage wird folgender Antwort zugeführt: Weil beim Onlineparken der Charme und Esprit des dort üblicherweise als unwirsch und wortkarg anzutreffenden Verkaufspersonals verloren ginge und ebenfalls der Urwiener-Erkenntisreichtum auf der Strecke bliebe. In einer Seitengasse zur Kärnter Straße wurde ich jedenfalls eines Besseren belehrt. Misstrauen wird unwillkürlich im Augenblick des Sprechens geschürt und dann in blankes Entsetzen umgewandelt, wenn der Trafikant zu Scherzen beliebt, sich über grantige Vertreter seiner Gattung beschwert und eine kurzweilige Plauderei beginnt. Beim Verlassen des Geschäftslokales ist es dann nahezu blinder Gehorsam vs. Automatismus nach einer versteckten Kamera zu suchen und leise "Beauty" zu murmeln.
Wer die Welt nur mehr durch einen hefetrüben Schleier sieht, der ist beim sogenannten "Staubigen" gelandet. Ausschließlich Banausen sagen zu diesem wohltuenden Zaubertrank "Gschloder", das während dieses Ereignisses kostenfrei ausgeschenkt wird. Dieselben Banausen fragen sich dann in weiterer Folge ein wenig später, wieso in Gottes Namen beim niedergelassenen Heurigen seines Vertrauens dafür satte € 2,40 berappt werden (dürfen). Und die eben angesprochenen Banausen konstatieren dann (ungehört) weiter: "Geschenkt ist noch zu teuer." Und dann geht es freilich solange weiter, bis man Rot von Weiß nicht mehr zu unterscheiden vermag und die Feinmotorik unter dem nicht enden wollenden Leistungsdruck die Patschen streckt.
Wenn wir schon bei Kulturerbe und so sind: Nicht nur erlesene Kaffeehäuser sollten sich mit der UNESCO-Tafel schmücken dürfen. Seit gestern setze ich mich persönlich dafür ein, dass Trafiken den gleichen Anspruch haben sollten. Üblicherweise konzentriert man sich bei Betreten einer Trafik darauf, in dem räumlich so großzügig geplanten Geschäftslokal, in dem man eigentlich annehmen muss, es handle sich dabei um den Bauchladen des Trafikanten, ja kein Eselsohr in eine Zeitung zu biegen. Warum ich als Nichtraucher und Online-Zeitungsleser überhaupt Trafiken visitiere? Diese gute Frage wird folgender Antwort zugeführt: Weil beim Onlineparken der Charme und Esprit des dort üblicherweise als unwirsch und wortkarg anzutreffenden Verkaufspersonals verloren ginge und ebenfalls der Urwiener-Erkenntisreichtum auf der Strecke bliebe. In einer Seitengasse zur Kärnter Straße wurde ich jedenfalls eines Besseren belehrt. Misstrauen wird unwillkürlich im Augenblick des Sprechens geschürt und dann in blankes Entsetzen umgewandelt, wenn der Trafikant zu Scherzen beliebt, sich über grantige Vertreter seiner Gattung beschwert und eine kurzweilige Plauderei beginnt. Beim Verlassen des Geschäftslokales ist es dann nahezu blinder Gehorsam vs. Automatismus nach einer versteckten Kamera zu suchen und leise "Beauty" zu murmeln.
Donnerstag, 10. November 2011
Wenn nicht alles Gold ist, was glänzt - Der Fotoroman
Ungewöhnliche Dinge erfordern ungewöhnliche Maßnahmen
Manchmal erfordert es eine Situation, ungewöhnliche Methoden zu ergreifen. Daher wird heute kurzerhand das Programm dahingehend geändert, sich mehr auf das fotodokumentarische Material zu stützen als auf die Schreiberei.
Spätestens eine Stunde nach Ankunft ist selbst dem unaufmerksamsten Gast klar, welches Automobil ein must-have hierzulande sein muss, damit man um keinen Preis (unangenehm) auffällt. Heinrich wurde in der Zeit des Aufenthaltes sicher (und kostspielig) in einer Garage verwahrt, da man ihn sonst ob seines ungewöhnlichen Aussehens ausgegrenzt hätte.
Die hiesigen Rösser sind sich nicht zu schade, für das fotografierlaunige Touristenvolk Modell zu stehen und konstatieren damit eindrucksvoll, dass ihnen wohl wirklich nichts zu peinlich ist... (zumindest solange man ihnen keinen Spiegel vorhält)
Übrigens darf man die Postfiliale Hradschin mit einer Faustfeuerwaffe nicht betreten. Wie man sich natürlich vorstellen kann, hat uns das vor ein schier unlösbares Problem gestellt, sodass auf das Absenden von Postkarten verzichtet wurde...
(Österreich)Werbung wirkt - beim ersten Anblick durchaus ein wenig befremdlich.
Höchst erfreulich sei jedoch an dieser Stelle angemerkt, dass die kuriose Lange-Nacht-der-Museen-Tour auch in der schönen Stadt an der Moldau fortgesetzt werden kann. Besonders empfehlenswert:
Anbei noch eine interessante Fassadenmalerei (auch hier weiß man nicht, was der Künstler hier zum Ausdruck bringen möchte)
PS: Abschließend möchte ich meiner tiefen Trauer Ausdruck verleihen, dass sich Ben und Jerry einfach still und heimlich aus dem Staub gemacht haben. Wo selbst bei Novembertemperaturen das allerbeste Eis erhältlich sein sollte, kann man nun Baguettes erwerben (Da bleibt nur die Frage offen: WTF?)
Manchmal erfordert es eine Situation, ungewöhnliche Methoden zu ergreifen. Daher wird heute kurzerhand das Programm dahingehend geändert, sich mehr auf das fotodokumentarische Material zu stützen als auf die Schreiberei.
Spätestens eine Stunde nach Ankunft ist selbst dem unaufmerksamsten Gast klar, welches Automobil ein must-have hierzulande sein muss, damit man um keinen Preis (unangenehm) auffällt. Heinrich wurde in der Zeit des Aufenthaltes sicher (und kostspielig) in einer Garage verwahrt, da man ihn sonst ob seines ungewöhnlichen Aussehens ausgegrenzt hätte.
Die hiesigen Rösser sind sich nicht zu schade, für das fotografierlaunige Touristenvolk Modell zu stehen und konstatieren damit eindrucksvoll, dass ihnen wohl wirklich nichts zu peinlich ist... (zumindest solange man ihnen keinen Spiegel vorhält)
Übrigens darf man die Postfiliale Hradschin mit einer Faustfeuerwaffe nicht betreten. Wie man sich natürlich vorstellen kann, hat uns das vor ein schier unlösbares Problem gestellt, sodass auf das Absenden von Postkarten verzichtet wurde...
(Österreich)Werbung wirkt - beim ersten Anblick durchaus ein wenig befremdlich.
Höchst erfreulich sei jedoch an dieser Stelle angemerkt, dass die kuriose Lange-Nacht-der-Museen-Tour auch in der schönen Stadt an der Moldau fortgesetzt werden kann. Besonders empfehlenswert:
- Das KGB-Museum
- Foltern liegt im Trend, davon gibt es nämlich mehr als ein Museum
- Sex-Machines-Museum
Anbei noch eine interessante Fassadenmalerei (auch hier weiß man nicht, was der Künstler hier zum Ausdruck bringen möchte)
PS: Abschließend möchte ich meiner tiefen Trauer Ausdruck verleihen, dass sich Ben und Jerry einfach still und heimlich aus dem Staub gemacht haben. Wo selbst bei Novembertemperaturen das allerbeste Eis erhältlich sein sollte, kann man nun Baguettes erwerben (Da bleibt nur die Frage offen: WTF?)
Donnerstag, 3. November 2011
Von Transitohren, vernachlässigten Ratgebern und gesamtheitlicher Dekompensation
Billa sagt der Hausverstand - nur widersinnig, wenn niemand seine Beratungsfunktion in Anspruch nimmt.
Heute hat es sich als wertvollst(!) erwiesen, über die blitzschnelle Umschaltmöglichkeit auf den Modus "Transitohren" zu verfügen. Ich sage nur: ein Geschenk Gottes! Diese Fähigkeit erlaubt es einem empfindlichen und sensiblen Menschen, bei noch so sinnentleerten Fragestellungen aus der Umgebung einfach wegzuhören. Einfach, zugegeben, einfach ist relativ (oder für die ge-insider-ten Rezipienten: absolut bzw. ziemlich).
Im Kampf gegen Windmühlen
In einem zweitägigen Seminar ist irgendwann* der Punkt erreicht, an dem das geistige Fass der Teilnehmer übergelaufen ist. * Irgendwann bedeutet in diesem Fall bei 95 % der oben angesprochenen Teilnehmer: nach immerhin geschätzten 20 Minuten inhaltlichen Fachvortrages - und "Fass" kann als Synonym für die Füllmenge eines Schnapsglases betrachtet werden. Die Auseinandersetzung mit der entwaffnenden (Strunz)Dummheit der Menschheit zählte zu der zu bewältigenden Aufgabenstellung der vergangenen (und gleichzeitig verlorenen) Tage. Wirklich erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang die Engelsgeduld der Vortragenden, der schlussendlich der unerbittliche innere Kampf deutlich anzumerken war. Ein Kampf an vorderster Front, der das Bröckeln der unerschütterlich wirkenden Fassade zwangsläufig zur Folge haben muss. Das äußert sich beispielsweise in entgleisender Mimik, verständnislosen Blicken und einem Nervengerüst, das unter der schweren Last wie ein Kartenhäuschen zusammenbrechen musste.
Auseinandersetzung mit quälenden, aber entscheidenden Fragen an die Menschheit:
"A kurze Frage hätt[sic!] ich da noch..." (Selbstredend, dass Frage und Antwort alles andere als kurz ausfallen) --> Anm. d. Red.: Ich kann den österreichischen Konjunktiv nicht leiden, genauso wenig wie Fasching und gefüllte Paprika (wissentlich, hier nicht konsensfähig zu agieren).
"Das habe ich jetzt nicht verstanden..." (Oh, pardauz, wie unerwartet. Hier gibt es die bekannte Diskrepanz zwischen hören und verstehen)
"Aber in meinem Fall..." und "Für mich wäre[sic!] das jetzt aber schon wichtig..." (Dazu sei angemerkt: Narzissmus ist kein floristischer Frühlingsbote)
Es soll jetzt keine Defensio werden, aber wo sollen sich die buchhalterischen Banausen das notwendige Fachwissen angeeignet haben? Etwa bei Barbara Karlich?
Folgende Erkenntnis möchte ich jedenfalls mit euch teilen: Nicht nur Chuck Norris kann Haben an Soll buchen!
In diesem Sinne bleibt mir zum Abschluss lediglich ein entrüstetes: buchhalterisch illiterat!
PS: Was sich die Nachbarn immer einfallen lassen: Heute hat es im heimischen Stiegenhaus erstmals (nach monatelanger olfaktorischer chinesischer Folter) sozial verträglich gerochen.
PPS: Hofft inständig, dass es nicht leichtsinnig und voreilig ist, sich ohne vorherige Inspektion bei Hopfi und Emmi zu bedanken. Ich bin nach wie vor baff und das heißt einiges :)
PPPS: Zur deutlichen Demonstration sei hier angemerkt, dass wir uns aufgrund der kognitiven "Kapazität" der Teilnehmer im Waldorf-Bereich aufhalten durften.
Heute hat es sich als wertvollst(!) erwiesen, über die blitzschnelle Umschaltmöglichkeit auf den Modus "Transitohren" zu verfügen. Ich sage nur: ein Geschenk Gottes! Diese Fähigkeit erlaubt es einem empfindlichen und sensiblen Menschen, bei noch so sinnentleerten Fragestellungen aus der Umgebung einfach wegzuhören. Einfach, zugegeben, einfach ist relativ (oder für die ge-insider-ten Rezipienten: absolut bzw. ziemlich).
Im Kampf gegen Windmühlen
In einem zweitägigen Seminar ist irgendwann* der Punkt erreicht, an dem das geistige Fass der Teilnehmer übergelaufen ist. * Irgendwann bedeutet in diesem Fall bei 95 % der oben angesprochenen Teilnehmer: nach immerhin geschätzten 20 Minuten inhaltlichen Fachvortrages - und "Fass" kann als Synonym für die Füllmenge eines Schnapsglases betrachtet werden. Die Auseinandersetzung mit der entwaffnenden (Strunz)Dummheit der Menschheit zählte zu der zu bewältigenden Aufgabenstellung der vergangenen (und gleichzeitig verlorenen) Tage. Wirklich erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang die Engelsgeduld der Vortragenden, der schlussendlich der unerbittliche innere Kampf deutlich anzumerken war. Ein Kampf an vorderster Front, der das Bröckeln der unerschütterlich wirkenden Fassade zwangsläufig zur Folge haben muss. Das äußert sich beispielsweise in entgleisender Mimik, verständnislosen Blicken und einem Nervengerüst, das unter der schweren Last wie ein Kartenhäuschen zusammenbrechen musste.
Auseinandersetzung mit quälenden, aber entscheidenden Fragen an die Menschheit:
- Stellen sich die Menschen nur so oder sind sie wirklich so entsetzlich dumm? (Täuschen und Tarnen?)
- Welche Motivation treibt einen weltfremden Naivling ein Unternehmen zu gründen, wenn man unter Rechnungs-wesen den kleinkarierten Charakterzug eines Mitmenschen vermutet?
- Wie haben manche Menschen ihr Leben bisher bloß bewerkstelligen können, ohne dabei Kollateralschäden verursacht zu haben? Ich denke hier an, die "25 Jahre unfallfrei"-Plakette des ÖAMTC für meine eigene Idee zu beanspruchen.
- Trotz Angst vor der ernüchternden Antwort: Sind wirklich alle buchhalterisch illiterat?
"A kurze Frage hätt[sic!] ich da noch..." (Selbstredend, dass Frage und Antwort alles andere als kurz ausfallen) --> Anm. d. Red.: Ich kann den österreichischen Konjunktiv nicht leiden, genauso wenig wie Fasching und gefüllte Paprika (wissentlich, hier nicht konsensfähig zu agieren).
"Das habe ich jetzt nicht verstanden..." (Oh, pardauz, wie unerwartet. Hier gibt es die bekannte Diskrepanz zwischen hören und verstehen)
"Aber in meinem Fall..." und "Für mich wäre[sic!] das jetzt aber schon wichtig..." (Dazu sei angemerkt: Narzissmus ist kein floristischer Frühlingsbote)
Es soll jetzt keine Defensio werden, aber wo sollen sich die buchhalterischen Banausen das notwendige Fachwissen angeeignet haben? Etwa bei Barbara Karlich?
Folgende Erkenntnis möchte ich jedenfalls mit euch teilen: Nicht nur Chuck Norris kann Haben an Soll buchen!
In diesem Sinne bleibt mir zum Abschluss lediglich ein entrüstetes: buchhalterisch illiterat!
PS: Was sich die Nachbarn immer einfallen lassen: Heute hat es im heimischen Stiegenhaus erstmals (nach monatelanger olfaktorischer chinesischer Folter) sozial verträglich gerochen.
PPS: Hofft inständig, dass es nicht leichtsinnig und voreilig ist, sich ohne vorherige Inspektion bei Hopfi und Emmi zu bedanken. Ich bin nach wie vor baff und das heißt einiges :)
PPPS: Zur deutlichen Demonstration sei hier angemerkt, dass wir uns aufgrund der kognitiven "Kapazität" der Teilnehmer im Waldorf-Bereich aufhalten durften.
Dienstag, 25. Oktober 2011
Von Trottelblumen oder: Etwas ist faul im Staate Dänemark
In den Fachgremien der Botaniker ist die kleine, immergrüne Waldstaude besser als Soldanella carpatica bekannt. Wer es bodenständiger (DD trivialer) bevorzugt, nennt das zier-pflanz-liche Schattengewächs einfach Alpenglöckchen. Nicht nur in der angrenzenden Bundesrepublik zählt die Trottelblume zu einer geschützten Art. Aber dieses Postulat erhellt wohl nicht nur die Pflanzenwelt mit ihrer Gültigkeit. Befragt man entsprechende Experten zu deren Vorkommen in der Natur, so konstatieren diese folgendes: "wobei man bei dieser geographischen Dichte schon fast von Clustering sprechen kann."
Aktuell wird an einem einzigartigen Sendekonzept getüftelt. Eine neue Castingshow wird in absehbarer Zeit auf der Bildfläche der heimischen Medienlandschaft erscheinen: "Amserl sucht den Supertrottel." Und eines sei bereits im Vorfeld gewiss: Er wird garantiert gefunden werden.
In diesem Sinne in aller Kürze: Trottel gibt es mehr als Blumen.
Aktuell wird an einem einzigartigen Sendekonzept getüftelt. Eine neue Castingshow wird in absehbarer Zeit auf der Bildfläche der heimischen Medienlandschaft erscheinen: "Amserl sucht den Supertrottel." Und eines sei bereits im Vorfeld gewiss: Er wird garantiert gefunden werden.
In diesem Sinne in aller Kürze: Trottel gibt es mehr als Blumen.
Freitag, 21. Oktober 2011
Schreib-block-ade
Nun, ungeheuer schlimm für jemanden aus der schreibenden Zunft ist so eine Schreibblockade. An Dramatik ist dieser Umstand lediglich dadurch zu überbieten, aufgrund von Zeitnot seine hochgeistige Eruption nicht zu Papier bringen zu können. An dieser Stelle mögen erneut die allerherzlichsten Dankesworte an die Informationsplattform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gerichtet werden. Die Entsendung erfolgt standes(blog)gemäß natürlich mittels einer dafür entsprechend ausgebildeten Brieftaube.
Mittlerweile möchte ich mit einer Behauptung sogar so weit gehen, die Existenz dieses Blogs in Frage zu stellen, sollte www.orf.at seine hochkarätige Berichterstattung reduzieren.
Tragen wir die olfaktorischen Schreckensmeldungen chronologisch zusammen:
Diese Geschichte trägt das Potenzial richtiggehend zum Himmel zu stinken. (Zumindest erkenne ich in der ausgedehnten Schreib-Abstinenz den Vorteil, mich nun riesig über die Verlinkungs-Vereinfachung erfreuen zu können). Eine Assoziation zu Schweizer Käse ist nahezu unausweichlich, wechseln doch sage und schreibe 7 von 10 Männern aus der Schweiz ihr Fußkleid täglich. Deutsche und Österreicher werden als sockenreiche Männer ins Rennen geschickt. Nun muss man jedoch karikieren, dass mit einem Seitenblick zu den Prozentsätzen, Besitz alleine noch nie entsprechend aussagekräftig war, wenn man(n) nicht weiß, was man mit der Sammlung anfangen soll. Aber hier drängt sich wohl der Jagd- und Sammeltrieb als Argument auf. An-seh-nliche 78 % der Männer wechseln hierzulande Tag für Tag ihre Socken. Ich wiederhole ungläubig: beachtliche 78 %??? Und nun ein kleines Rechenmassaker (für all jene, die erschrocken die Hände über dem Kopf zusammen schlagen mögen: es ist eine von jenen Rechenaufgaben, die ich gerade noch alleine bewerkstelligen kann - schließlich bete ich jeden Tag zu Gott und Pythagoras...). Nach Adam Riesling[sic!] bleiben noch immer 22 % übrig, die diesem wohl vernachlässigbaren Wechsel nicht nachgehen.
Gleichzeitig könnte man nebst der dargebotenen Schauderhaftigkeit in dem Studienergebnis zur Frage gelangen, ob man im nicht näher genannten Schweizer Meinungsforschungsinstitut durch intern durchgeführte empirische Fallstudien zu der Fragestellung und schließlich zu diesem Forschungsdesign gelangt ist.
Hagelzucker oder Zuckerhagel
Vor einigen Tagen hat es im sonst so beschaulichen Himberg wohl wie Kraut und Rüben ausgesehen, nur ohne Kraut. Dem vielsagenden Ausspruch "eines auf die Rübe bekommen" wurde nach diesem Ereignis eine neue Bedeutung verliehen. Da hat es sich wieder gezeigt, dass so ein Leben eines Zugreisenden durchaus als gefährlich (und dank der ÖBB auch als nervenaufreibend) bezeichnet werden kann.
"Net mei Frau! (Denkpause) Die Sau!"
Wie auch immer diese Alarmierung zustande gekommen sein möge. Es ist einfach eine wunderbare, wenngleich für den verunglückten Eber natürlich traurige, Schlagzeile. Wir schicken dem Schweinderl auf diesem Wege natürlich die besten Genesungswünsche.
Wenn ihr in den kommenden Monaten hier keinen Lesestoff vorfindet, dann habe ich wohl doch nach- und mich dem wohlverdienten Winterschlaf hingegeben.
Mittlerweile möchte ich mit einer Behauptung sogar so weit gehen, die Existenz dieses Blogs in Frage zu stellen, sollte www.orf.at seine hochkarätige Berichterstattung reduzieren.
Tragen wir die olfaktorischen Schreckensmeldungen chronologisch zusammen:
Diese Geschichte trägt das Potenzial richtiggehend zum Himmel zu stinken. (Zumindest erkenne ich in der ausgedehnten Schreib-Abstinenz den Vorteil, mich nun riesig über die Verlinkungs-Vereinfachung erfreuen zu können). Eine Assoziation zu Schweizer Käse ist nahezu unausweichlich, wechseln doch sage und schreibe 7 von 10 Männern aus der Schweiz ihr Fußkleid täglich. Deutsche und Österreicher werden als sockenreiche Männer ins Rennen geschickt. Nun muss man jedoch karikieren, dass mit einem Seitenblick zu den Prozentsätzen, Besitz alleine noch nie entsprechend aussagekräftig war, wenn man(n) nicht weiß, was man mit der Sammlung anfangen soll. Aber hier drängt sich wohl der Jagd- und Sammeltrieb als Argument auf. An-seh-nliche 78 % der Männer wechseln hierzulande Tag für Tag ihre Socken. Ich wiederhole ungläubig: beachtliche 78 %??? Und nun ein kleines Rechenmassaker (für all jene, die erschrocken die Hände über dem Kopf zusammen schlagen mögen: es ist eine von jenen Rechenaufgaben, die ich gerade noch alleine bewerkstelligen kann - schließlich bete ich jeden Tag zu Gott und Pythagoras...). Nach Adam Riesling[sic!] bleiben noch immer 22 % übrig, die diesem wohl vernachlässigbaren Wechsel nicht nachgehen.
Gleichzeitig könnte man nebst der dargebotenen Schauderhaftigkeit in dem Studienergebnis zur Frage gelangen, ob man im nicht näher genannten Schweizer Meinungsforschungsinstitut durch intern durchgeführte empirische Fallstudien zu der Fragestellung und schließlich zu diesem Forschungsdesign gelangt ist.
Hagelzucker oder Zuckerhagel
Vor einigen Tagen hat es im sonst so beschaulichen Himberg wohl wie Kraut und Rüben ausgesehen, nur ohne Kraut. Dem vielsagenden Ausspruch "eines auf die Rübe bekommen" wurde nach diesem Ereignis eine neue Bedeutung verliehen. Da hat es sich wieder gezeigt, dass so ein Leben eines Zugreisenden durchaus als gefährlich (und dank der ÖBB auch als nervenaufreibend) bezeichnet werden kann.
"Net mei Frau! (Denkpause) Die Sau!"
Wie auch immer diese Alarmierung zustande gekommen sein möge. Es ist einfach eine wunderbare, wenngleich für den verunglückten Eber natürlich traurige, Schlagzeile. Wir schicken dem Schweinderl auf diesem Wege natürlich die besten Genesungswünsche.
Wenn ihr in den kommenden Monaten hier keinen Lesestoff vorfindet, dann habe ich wohl doch nach- und mich dem wohlverdienten Winterschlaf hingegeben.
Sonntag, 2. Oktober 2011
Nachts im Museum
Sende-Pause Ende: Was bisher geschah
Nichts! Naja, fast nichts. Das mag mit dem Umstand zusammenhängen, dass seit dem schaurig-schönen Erlebnis mit der Bildungselite im Wiener U-Bahnnetz selbiges großräumig gemieden wurde. Bis heute zumindest. Es ist zwar auffallend richtig, dass man hier den Stoff erhält, aus dem die einzig wahren Geschichten gemacht werden, aber man muss ja nicht überall an vorderster Front kämpfen. Oder so.
Verharren wir noch einen Augenblick bei kämpfen. Folgendes Zitat wird (nach salbungsvollen Dankesworten an den edlen Spender) in die hochkarätige Sammlung der Weisheiten aufgenommen: "Das Wort war ihr Schwert und die Schrift ihr Degen. Das Blutvergießen wird fürchterlich sein."
Apropos fürchterlich. Dazu fällt mir ein, dass dem interessierten Wiener schon ein ausgesprochen skurriles Kunst- und Kultur(?)-Programm geboten wird. Belvedere, Kunsthistorisches Museum oder das Haus der Musik - das ist doch bitte schön nichts für die Individualisten von heute. Die Querdenker unserer Gesellschaft können folgende morbide Route in der langen Nacht der Museen zusammenstellen (Anm. d. Red.: wie jedes gute Studium ist es jedoch genehmigungspflichtig):
Ein Un-Glück kommt im Rauchfangkehrer-Museum selten alleine.
Es bietet sich an, im Bibelzentrum um eine Unterredung mit Gott zu bitten, damit im anschließend visitierten Endoskopie-Museum nichts dem Bauchgefühl überlassen wird.
Es mag ein wenig makaber klingen, aber es liegt förmlich auf der (eiskalten) Hand, dass der
letze Halt nunmal im: Bestattungsmuseum der Bestattung Wien (Highlight: Kinder können hier einen Sarg bemalen) sein wird, wenn sich der Abend zu Ende neigt.
Wer jetzt zu der Überzeugung gekommen ist, dass alles lediglich eine Form der Selbstgeiselung ist, der ist von der vorletzten Station des Foltermuseums sicherlich gefesselt.
Am besten kann man den im Laufe des Abends angesammelten Frust in der Endstation Alt-Wiener Schnapsmuseum runterspülen.
Für diese alternative Museumstour spricht auf jeden Fall, dass man, im Gegensatz zu den Mainstream-Routen, mehr als zwei Museen an einem Abend besuchen kann!
In diesem Sinne... Lange Nacht!
Nichts! Naja, fast nichts. Das mag mit dem Umstand zusammenhängen, dass seit dem schaurig-schönen Erlebnis mit der Bildungselite im Wiener U-Bahnnetz selbiges großräumig gemieden wurde. Bis heute zumindest. Es ist zwar auffallend richtig, dass man hier den Stoff erhält, aus dem die einzig wahren Geschichten gemacht werden, aber man muss ja nicht überall an vorderster Front kämpfen. Oder so.
Verharren wir noch einen Augenblick bei kämpfen. Folgendes Zitat wird (nach salbungsvollen Dankesworten an den edlen Spender) in die hochkarätige Sammlung der Weisheiten aufgenommen: "Das Wort war ihr Schwert und die Schrift ihr Degen. Das Blutvergießen wird fürchterlich sein."
Apropos fürchterlich. Dazu fällt mir ein, dass dem interessierten Wiener schon ein ausgesprochen skurriles Kunst- und Kultur(?)-Programm geboten wird. Belvedere, Kunsthistorisches Museum oder das Haus der Musik - das ist doch bitte schön nichts für die Individualisten von heute. Die Querdenker unserer Gesellschaft können folgende morbide Route in der langen Nacht der Museen zusammenstellen (Anm. d. Red.: wie jedes gute Studium ist es jedoch genehmigungspflichtig):
Ein Un-Glück kommt im Rauchfangkehrer-Museum selten alleine.
Es bietet sich an, im Bibelzentrum um eine Unterredung mit Gott zu bitten, damit im anschließend visitierten Endoskopie-Museum nichts dem Bauchgefühl überlassen wird.
Es mag ein wenig makaber klingen, aber es liegt förmlich auf der (eiskalten) Hand, dass der
letze Halt nunmal im: Bestattungsmuseum der Bestattung Wien (Highlight: Kinder können hier einen Sarg bemalen) sein wird, wenn sich der Abend zu Ende neigt.
Wer jetzt zu der Überzeugung gekommen ist, dass alles lediglich eine Form der Selbstgeiselung ist, der ist von der vorletzten Station des Foltermuseums sicherlich gefesselt.
Am besten kann man den im Laufe des Abends angesammelten Frust in der Endstation Alt-Wiener Schnapsmuseum runterspülen.
Für diese alternative Museumstour spricht auf jeden Fall, dass man, im Gegensatz zu den Mainstream-Routen, mehr als zwei Museen an einem Abend besuchen kann!
In diesem Sinne... Lange Nacht!
Dienstag, 13. September 2011
Von U-Bahngesprächen und dem Aufbau eines Dramas
Jeder, der auf eine Fahrt mit den in der Bundeshauptstadt zur Verfügung stehenden öffentlichen Verkehrsmitteln verzichtet, lässt sich wirklich allerhand entgehen.
Anderenorts muss man für solche hochkarätigen schauspielerischen Leistungen kostspielige Eintrittskarten erstehen, aber das Sensationelle ist die Tatsache, dass sich bei € 1,80 alles inklusive versteht. Was sich die Wiener Linien da wieder einfallen haben lassen...
An der folgenden, durchwegs befremdlichen, Konversation durfte(?) ich heute als ordentlicher Hörer (für die Universitäts-Nostalgiker: ohne Hörerschein) teilhaben. Zwangsbeglückung nennen es die anderen. Ich möchte jedoch vorwegschicken, dass der überwiegende Teil der Unterhaltung aus Sicherheitsgründen zensiert wurde, da bei den Blog-Einstellungen sonst der Wechsel auf "Erwachseneninhalt" erforderlich gewesen wäre.
Meinen Bildungsauftrag, ganz im Sinne des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, wollte ich bereits in 1. der Exposition (Drama, Akt, Szene, Auftritt: Hamlet, 3. Akt, 3. Szene, 1. Auftritt: Der König, Rosenkranz und Güldenstern) nachkommen. Ein dynamischer, adretter und junger Mann steht bei der Glasscheibe des einen Waggons und unterhält sich angeregt mit einem noch viel dynamischeren usw. Mann im nachfolgenden Waggon, der ihn jedoch völlig überraschend: nicht versteht (2. Komplikation). Jetzt einmal ehrlich, wer hätte das gedacht?! Und es kam, wie es kommen musste: in der nächsten Haltestation kommt es zur Zusammenkunft. Wer Murphy's law kennt, weiß an dieser Stelle, dass sich das Spektakel natürlich in dem Waggon zuträgt, in dem ich mich auch befinde. (3. Peripetie) Zugegeben, es war vorhersehbar, da der Eintrag sonst an dieser Stelle zu Ende gewesen wäre.
Also geht es mit einer beschwingten, intensiven Begrüßung weiter. Die Herren gehen unmittelbar in medias res: "I hob an Rückfoi mit an Benzo ghobt". (4. Retardation) Nun drängt sich dem vermeintlichen und zugleich aufmerksamen (weil nicht mehr im Buch lesen könnenden) Zuhörer die Frage auf, für welchen Teil des Satzes die Betonung zu verstehen ist. Besteht lediglich die Hervorhebung des Rückfalles oder geht es doch vielmehr um die für diesen Schritt notwendige Dosis? Wie man sich jedoch vorstellen kann, habe ich mich der Frageoption nicht gestellt und interpretierte demnach frei. "Heast du bist a Trottel" lautet die entrüstete Reaktion des Einäugigen unter den Blinden. "Jo i hob hoid vurher a Praxiten (oder kostengünstigeres Genericum der Wahl einsetzen) gnumma, weu i grod so scheißdepri bin, oida." Da fehlten sogar dem Gesprächspartner die Worte und er wechselte abrupt zu seinem Spezialgebiet, auf dem er als Experte gilt. (5. Lysis) Den sensiblen Ohren soll an dieser Stelle jedoch erspart bleiben, was sich in weiterer Folge zutrug. Im Übrigen werde ich zur weiteren Verarbeitung dieses Erlebnisses den Traumabewältiger meines Vertrauens konsultieren.
In der Situation beginnt man ja quasi automatisiert nach der versteckten Kamera zu suchen, die jedoch nicht zu finden war.
In diesem Sinne: Beauty! Beauty! oder so ähnlich
Anderenorts muss man für solche hochkarätigen schauspielerischen Leistungen kostspielige Eintrittskarten erstehen, aber das Sensationelle ist die Tatsache, dass sich bei € 1,80 alles inklusive versteht. Was sich die Wiener Linien da wieder einfallen haben lassen...
An der folgenden, durchwegs befremdlichen, Konversation durfte(?) ich heute als ordentlicher Hörer (für die Universitäts-Nostalgiker: ohne Hörerschein) teilhaben. Zwangsbeglückung nennen es die anderen. Ich möchte jedoch vorwegschicken, dass der überwiegende Teil der Unterhaltung aus Sicherheitsgründen zensiert wurde, da bei den Blog-Einstellungen sonst der Wechsel auf "Erwachseneninhalt" erforderlich gewesen wäre.
Meinen Bildungsauftrag, ganz im Sinne des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, wollte ich bereits in 1. der Exposition (Drama, Akt, Szene, Auftritt: Hamlet, 3. Akt, 3. Szene, 1. Auftritt: Der König, Rosenkranz und Güldenstern) nachkommen. Ein dynamischer, adretter und junger Mann steht bei der Glasscheibe des einen Waggons und unterhält sich angeregt mit einem noch viel dynamischeren usw. Mann im nachfolgenden Waggon, der ihn jedoch völlig überraschend: nicht versteht (2. Komplikation). Jetzt einmal ehrlich, wer hätte das gedacht?! Und es kam, wie es kommen musste: in der nächsten Haltestation kommt es zur Zusammenkunft. Wer Murphy's law kennt, weiß an dieser Stelle, dass sich das Spektakel natürlich in dem Waggon zuträgt, in dem ich mich auch befinde. (3. Peripetie) Zugegeben, es war vorhersehbar, da der Eintrag sonst an dieser Stelle zu Ende gewesen wäre.
Also geht es mit einer beschwingten, intensiven Begrüßung weiter. Die Herren gehen unmittelbar in medias res: "I hob an Rückfoi mit an Benzo ghobt". (4. Retardation) Nun drängt sich dem vermeintlichen und zugleich aufmerksamen (weil nicht mehr im Buch lesen könnenden) Zuhörer die Frage auf, für welchen Teil des Satzes die Betonung zu verstehen ist. Besteht lediglich die Hervorhebung des Rückfalles oder geht es doch vielmehr um die für diesen Schritt notwendige Dosis? Wie man sich jedoch vorstellen kann, habe ich mich der Frageoption nicht gestellt und interpretierte demnach frei. "Heast du bist a Trottel" lautet die entrüstete Reaktion des Einäugigen unter den Blinden. "Jo i hob hoid vurher a Praxiten (oder kostengünstigeres Genericum der Wahl einsetzen) gnumma, weu i grod so scheißdepri bin, oida." Da fehlten sogar dem Gesprächspartner die Worte und er wechselte abrupt zu seinem Spezialgebiet, auf dem er als Experte gilt. (5. Lysis) Den sensiblen Ohren soll an dieser Stelle jedoch erspart bleiben, was sich in weiterer Folge zutrug. Im Übrigen werde ich zur weiteren Verarbeitung dieses Erlebnisses den Traumabewältiger meines Vertrauens konsultieren.
In der Situation beginnt man ja quasi automatisiert nach der versteckten Kamera zu suchen, die jedoch nicht zu finden war.
In diesem Sinne: Beauty! Beauty! oder so ähnlich
Donnerstag, 8. September 2011
Erstens kommt es anders und zweitens als man... kennt.
Mit meiner Rückkehr aus der grandiosen Sommerverlängerung erscheint auch der ausführliche Reisebericht, dem einige schon euphorisch und ungeduldig entgegengefieberten. Hier folgt sogleich: die Enttäuschung, Teil 1. Erhellende Possen eines gewissen reiselustigen Volkes aus dem flächengrößten Staat der Erde - Fehlanzeige. Warum ich mit dieser bitteren Enttäuschung aufwarten muss, ist rasch erklärt.
Was hilft der Ausruf: "Die Russen kommen!", wenn die österreichische Delegation bereits mit der Belagerung begonnen hat, nein was rede ich: zentrale Dreh- und Angelpunkte (Liegewiese, Pool, Meerzugang, etc.) hart umkämpft und vom Stärkeren bzw. in diesem Fall eher: Schnelleren bereits eingenommen, Flagge gehisst und zu machtzurschaustellenden Hochburgen umfunktioniert, das Buffet einem Schlachtfeld gleichgesetzt. Man fragt sich an dieser Stelle, warum man sich den Diplomlehrgang "Strategische Urlaubskriegführung mit live Planspiel" entgehen ließ.
Den ersten alarmierenden Hinweis liefert der Hotelparkplatz: Amtliche Kennzeichen überwiegend aus Südösterreich so weit das Auge reicht, und noch viel weiter. Von Fraktionen aus Wolfsberg, über Feldbach in der Steiermark bis hin zu Abgesandten aus Villach - sie alle sind mit von der Partie. Und wir (als Klagenfurter) natürlich mittendrin statt nur dabei! Es hat schon etwas Bedrückendes, bei der Begrüßung ein zufälliges "Ma he (du a do)" von der Seite aufzuschnappen. Es ist unumstritten, dass Kroatien von Südösterreich einfach und schnell zu erreichen ist (würde ich jedoch nach der Heimreise vehement dementieren) - aber wieso denn bitte gleich alle auf einmal? Was ist schon ein Betriebsausflug, wenn man einen Land(es)ausflug haben kann? Bereits Paracelsus wusste, die Dosis macht das Gift.
Die kalte Schlacht am heißen Buffet
Hier erweist es sich dann wirklich als großer Vorteil, Österreicher (und ein paar Freunde aus dem Nachbarland Deutschland) um sich zu wissen. Man könnte meinen, hoch entwickeltes, sozial kompetentes und äußerst kultiviertes Land - oder so. Aber am Buffet gibt es, egal welcher Herkunft, kein Pardon. Die Teilhabe an der Mutation der Nahrungssuchenden zu rüpelhaften Neandertalern war als wunderbares allabendliches Schauspiel zu beobachten. Das nennt man dann Futterneid in seiner höchsten Ausprägung. Aber zurück zum Vorteil, der sich darin charakterisiert, mit einem einfachen "Sie können gerne vorgehen, wenn Sie bereits so ausgehungert sind, dass die Kraft zum Warten nicht mehr reicht" den 13. Ellbogen inklusive Teller im Rücken quittieren zu können. Man muss seinen spärlich ausgebildeten Russisch, Niederländisch, *Sprache der Wahl einsetzen* Wortschatz dafür nicht bemühen. Es funktioniert durchaus trivialer (auch bekannt als rustikal, erdig), wenn man dem Ur-Wiener etwas mitzuteilen hat.
Stil ist keine Besenspitze - und Niveau keine Hautcreme
Fragen, die man sich vor einem geplanten Urlaub in einem neueröffneten Design-Hotel jedoch stellen sollte, um seine persönliche Konstitution überprüfen zu können:
1, Ich kann das Bedürfnis, Nahrungsfragmente von einem Messer entfernen zu wollen, indem man das Messer bis zu den Tonsillen (oder dort wo einmal selbige waren) vorschiebt für einen bestimmten Zeitraum (zumindest für die Dauer des Aufenthaltes) unterdrücken?
2, Schweren Herzens, aber doch, würde ich (ja, auch als Mann bitte sehr!) auf das Tragen orientalischer Pluderhosen in Verbindung mit weißen Ruderleiberln zum Wohle der anderen verzichten und sie gut verstaut im Kasten (und damit ist im Idealall jener zu Hause gemeint) lassen.
3, Im Gegensatz zu in Punkt 2 angesprochener Ausrüstung verzichte ich jedoch nicht auf die Mitnahme des Haus-VERSTANDES (sofern dieser überhaupt zur Mitreise vorgesehen wurde), der bei der Bewältigung verschiedenster Aufgabenstellungen am Buffet eine große Hilfe sein könnte.
4, Wenn es als sozial erwünscht angesehen wird, kann ich in Bob-der-Baumeister-Manier (können wir das schaffen? JA, wir schaffen das!) die Technik des Gabelhaltens insofern verfeinern, dass man mir nicht 3 km gegen den Wind im Nebel ansieht, dass ich nicht bis 3 (in Worten drei) zählen kann und zu diesem fremdartigen Werkzeug am Liebsten Dingelhopper sagen möchte?
5, Ich kann mich (ebenfalls für die Dauer meines Aufenthaltes) damit arrangieren, dass es nicht als State of the Art gilt, mit den Fingern auf dem Nachbarteller herumzustirdln, um wortwörtlich die Rosinen rauszupicken?
6, Ich sehe ein, dass es nicht als Goldstandard in der Öffentlichkeit angesehen wird, Nahrungsreste mit dem Fingernagel aus dem Zahnzwischenraum entfernen zu wollen und kann mir ggf. eine passende sozial verträgliche Variante einfallen lassen?
Bravo! Wenn Sie alle Fragen mit einem kräftigen und eindeutigem "Ja" beantworten konnten, dann sind Sie wohl geeignet und können: buchen, buchen, buchen!
Eine hobbywissenschaftlich erarbeitete Erkenntnis möchte ich abschließend keinesfalls unterschlagen. Folgende Hypothese konnte während des Aufenthaltes empirisch vorläufig verifiziert werden. Da eine theoriegeleitete Vorgehensweise angestrebtes Ziel ist, beziehe ich mich (damit ich nicht wieder des falsch oder gar nicht zitierens bezichtigt werde) dahingehend auf Stefan Terzer (2011): Die Aufwertung des Selbst durch Abwertung des anderen.
Da hilft nur eines: Pivo!
PS: Vielen Dank an die Cara-Eltern für die exzellente Hotelempfehlung!
Was hilft der Ausruf: "Die Russen kommen!", wenn die österreichische Delegation bereits mit der Belagerung begonnen hat, nein was rede ich: zentrale Dreh- und Angelpunkte (Liegewiese, Pool, Meerzugang, etc.) hart umkämpft und vom Stärkeren bzw. in diesem Fall eher: Schnelleren bereits eingenommen, Flagge gehisst und zu machtzurschaustellenden Hochburgen umfunktioniert, das Buffet einem Schlachtfeld gleichgesetzt. Man fragt sich an dieser Stelle, warum man sich den Diplomlehrgang "Strategische Urlaubskriegführung mit live Planspiel" entgehen ließ.
Den ersten alarmierenden Hinweis liefert der Hotelparkplatz: Amtliche Kennzeichen überwiegend aus Südösterreich so weit das Auge reicht, und noch viel weiter. Von Fraktionen aus Wolfsberg, über Feldbach in der Steiermark bis hin zu Abgesandten aus Villach - sie alle sind mit von der Partie. Und wir (als Klagenfurter) natürlich mittendrin statt nur dabei! Es hat schon etwas Bedrückendes, bei der Begrüßung ein zufälliges "Ma he (du a do)" von der Seite aufzuschnappen. Es ist unumstritten, dass Kroatien von Südösterreich einfach und schnell zu erreichen ist (würde ich jedoch nach der Heimreise vehement dementieren) - aber wieso denn bitte gleich alle auf einmal? Was ist schon ein Betriebsausflug, wenn man einen Land(es)ausflug haben kann? Bereits Paracelsus wusste, die Dosis macht das Gift.
Die kalte Schlacht am heißen Buffet
Hier erweist es sich dann wirklich als großer Vorteil, Österreicher (und ein paar Freunde aus dem Nachbarland Deutschland) um sich zu wissen. Man könnte meinen, hoch entwickeltes, sozial kompetentes und äußerst kultiviertes Land - oder so. Aber am Buffet gibt es, egal welcher Herkunft, kein Pardon. Die Teilhabe an der Mutation der Nahrungssuchenden zu rüpelhaften Neandertalern war als wunderbares allabendliches Schauspiel zu beobachten. Das nennt man dann Futterneid in seiner höchsten Ausprägung. Aber zurück zum Vorteil, der sich darin charakterisiert, mit einem einfachen "Sie können gerne vorgehen, wenn Sie bereits so ausgehungert sind, dass die Kraft zum Warten nicht mehr reicht" den 13. Ellbogen inklusive Teller im Rücken quittieren zu können. Man muss seinen spärlich ausgebildeten Russisch, Niederländisch, *Sprache der Wahl einsetzen* Wortschatz dafür nicht bemühen. Es funktioniert durchaus trivialer (auch bekannt als rustikal, erdig), wenn man dem Ur-Wiener etwas mitzuteilen hat.
Stil ist keine Besenspitze - und Niveau keine Hautcreme
Fragen, die man sich vor einem geplanten Urlaub in einem neueröffneten Design-Hotel jedoch stellen sollte, um seine persönliche Konstitution überprüfen zu können:
1, Ich kann das Bedürfnis, Nahrungsfragmente von einem Messer entfernen zu wollen, indem man das Messer bis zu den Tonsillen (oder dort wo einmal selbige waren) vorschiebt für einen bestimmten Zeitraum (zumindest für die Dauer des Aufenthaltes) unterdrücken?
2, Schweren Herzens, aber doch, würde ich (ja, auch als Mann bitte sehr!) auf das Tragen orientalischer Pluderhosen in Verbindung mit weißen Ruderleiberln zum Wohle der anderen verzichten und sie gut verstaut im Kasten (und damit ist im Idealall jener zu Hause gemeint) lassen.
3, Im Gegensatz zu in Punkt 2 angesprochener Ausrüstung verzichte ich jedoch nicht auf die Mitnahme des Haus-VERSTANDES (sofern dieser überhaupt zur Mitreise vorgesehen wurde), der bei der Bewältigung verschiedenster Aufgabenstellungen am Buffet eine große Hilfe sein könnte.
4, Wenn es als sozial erwünscht angesehen wird, kann ich in Bob-der-Baumeister-Manier (können wir das schaffen? JA, wir schaffen das!) die Technik des Gabelhaltens insofern verfeinern, dass man mir nicht 3 km gegen den Wind im Nebel ansieht, dass ich nicht bis 3 (in Worten drei) zählen kann und zu diesem fremdartigen Werkzeug am Liebsten Dingelhopper sagen möchte?
5, Ich kann mich (ebenfalls für die Dauer meines Aufenthaltes) damit arrangieren, dass es nicht als State of the Art gilt, mit den Fingern auf dem Nachbarteller herumzustirdln, um wortwörtlich die Rosinen rauszupicken?
6, Ich sehe ein, dass es nicht als Goldstandard in der Öffentlichkeit angesehen wird, Nahrungsreste mit dem Fingernagel aus dem Zahnzwischenraum entfernen zu wollen und kann mir ggf. eine passende sozial verträgliche Variante einfallen lassen?
Bravo! Wenn Sie alle Fragen mit einem kräftigen und eindeutigem "Ja" beantworten konnten, dann sind Sie wohl geeignet und können: buchen, buchen, buchen!
Eine hobbywissenschaftlich erarbeitete Erkenntnis möchte ich abschließend keinesfalls unterschlagen. Folgende Hypothese konnte während des Aufenthaltes empirisch vorläufig verifiziert werden. Da eine theoriegeleitete Vorgehensweise angestrebtes Ziel ist, beziehe ich mich (damit ich nicht wieder des falsch oder gar nicht zitierens bezichtigt werde) dahingehend auf Stefan Terzer (2011): Die Aufwertung des Selbst durch Abwertung des anderen.
Da hilft nur eines: Pivo!
PS: Vielen Dank an die Cara-Eltern für die exzellente Hotelempfehlung!
Samstag, 3. September 2011
Eine Kuh macht Muh – viele Kühe machen... von sich reden
Gut, es ist mir schon bewusst, dass es in diesem Zusammenhang vielleicht ein kleinwenig übertrieben erscheint, von „vielen“ zu sprechen. Aber wer kann heute schon mit Gewissheit vorhersagen, mit welchen Protestkundgebungen die Bovidae in Zukunft auf den Plan treten werden, um den medialen Spot auf sich zu richten. Die mitteleuropäischen Kühe stellen sich vehement auf ihre Hinterhufe und lösen sich von ihren traditionellen Aufgaben los. Hören wir da etwa die Flöhe husten? In einigen Wochen kräht wahrscheinlich kein Hahn mehr danach, welche Kuh wann wo wie und warum von Dannen zieht.
Es kam, wie es kommen musste: Die Fortsetzungsgeschichte von „Wenn Ernstl (s)tierisch ernst macht“. Wir wechseln den Schauplatz von einem Waldstück im Landkreis Mühldorf in ein Sportgeschäft in Serfaus (ich bin der Link zum Artikel auf orf.at). Man kann wohl von Glück sprechen, dass man dort dank Laura um eine Attraktion reicher geworden ist, da in den Sommermonaten üblicherweise nur der Bär steppt. Sie hat den Stier bei den Hörnern gepackt und sich auf die Reise begeben. Für sie war der Einkaufsausflug in die Stadt nur einen Katzensprung vom Stall entfernt. Laura hat dabei wohl noch einmal Schwein gehabt hat, dass sie, wenn man den Radioberichten des Landes Glauben schenken darf, mit einem „liebevollen Klaps“ einfach so davon gekommen ist. Eines wollte Laura dort nämlich ganz bestimmt nicht, die Katze im Sack kaufen. Der Bauer zeigt sich ob ihres Ausbüxens(!) jedoch entrüstet, war sie doch bisweilen sein bestes Pferd[sic!] im Stall. Er versprach jedoch, sie nach ihrer Rückkehr nicht wie den Ochs' vor dem neuen Tor stehen zu lassen. Die Kühe von damals hatten nicht nur Shoppen im Sinn, waren sie denn arm wie Kirchenmäuse und gingen mit den Hühnern zu Bett. Entwickeln die reiselustigen Hornträger auf Ihren Wanderungen eigentlich einen Bärenhunger? Die schönsten Pausen sind lila! [Werbung wirkt!]
Aber mit einem Vorurteil kann nach der medialen Berichterstattung dieses Sommers getrost aufgeräumt werden, dumme Rindsviecher sind sie alle miteinander ganz bestimmt nicht!
Augenfällig ist die ausgeprägte Unternehmenslust vorrangig bei weiblichen Hausrindern. Ob das wohl mit dem inneren Wunsch (die Grenze zwischen Wunsch und Dilemma verschwimmt hier ganz deutlich) der Frauen nach „Sachen machen“ d'accord geht? Ist ihnen das mediale Interesse an Almauf- und -abtrieb nicht mehr genug?
Ich empfehle zur Entspannung der Situation:
Wer ist eigentlich euer Favorit und wird das Rennen um den Heilige-Kuh-Award-2011 machen?
Es kam, wie es kommen musste: Die Fortsetzungsgeschichte von „Wenn Ernstl (s)tierisch ernst macht“. Wir wechseln den Schauplatz von einem Waldstück im Landkreis Mühldorf in ein Sportgeschäft in Serfaus (ich bin der Link zum Artikel auf orf.at). Man kann wohl von Glück sprechen, dass man dort dank Laura um eine Attraktion reicher geworden ist, da in den Sommermonaten üblicherweise nur der Bär steppt. Sie hat den Stier bei den Hörnern gepackt und sich auf die Reise begeben. Für sie war der Einkaufsausflug in die Stadt nur einen Katzensprung vom Stall entfernt. Laura hat dabei wohl noch einmal Schwein gehabt hat, dass sie, wenn man den Radioberichten des Landes Glauben schenken darf, mit einem „liebevollen Klaps“ einfach so davon gekommen ist. Eines wollte Laura dort nämlich ganz bestimmt nicht, die Katze im Sack kaufen. Der Bauer zeigt sich ob ihres Ausbüxens(!) jedoch entrüstet, war sie doch bisweilen sein bestes Pferd[sic!] im Stall. Er versprach jedoch, sie nach ihrer Rückkehr nicht wie den Ochs' vor dem neuen Tor stehen zu lassen. Die Kühe von damals hatten nicht nur Shoppen im Sinn, waren sie denn arm wie Kirchenmäuse und gingen mit den Hühnern zu Bett. Entwickeln die reiselustigen Hornträger auf Ihren Wanderungen eigentlich einen Bärenhunger? Die schönsten Pausen sind lila! [Werbung wirkt!]
Aber mit einem Vorurteil kann nach der medialen Berichterstattung dieses Sommers getrost aufgeräumt werden, dumme Rindsviecher sind sie alle miteinander ganz bestimmt nicht!
Augenfällig ist die ausgeprägte Unternehmenslust vorrangig bei weiblichen Hausrindern. Ob das wohl mit dem inneren Wunsch (die Grenze zwischen Wunsch und Dilemma verschwimmt hier ganz deutlich) der Frauen nach „Sachen machen“ d'accord geht? Ist ihnen das mediale Interesse an Almauf- und -abtrieb nicht mehr genug?
Ich empfehle zur Entspannung der Situation:
Wer ist eigentlich euer Favorit und wird das Rennen um den Heilige-Kuh-Award-2011 machen?
Freitag, 2. September 2011
Von der Bedrohung durch die Bademantelmafia, Gegenstromschwimmern und der k.u.k-Melancholie
Die einen bezeichnen es als Wellness-Urlaub mit Erholsamkeitsfaktor in Formvollendung, die anderen empfinden es als reinstes Adventure-Erlebnis. Spiel, Spaß, Schokolade (und Asti). Nach einigen Tagen der Blog-Abstinenz melde ich mich erholt zurück und vermelde, in der Zwischenzeit keineswegs untätig gewesen zu sein. Der Alltag bietet ausreichend Geschichten, wenn man aufmerksam Land und Leute beobachtet. Die Rückkehr soll umso feierlicher mit dem vielsagenden Zitat eröffnet werden (bitte den ostösterreichischen Slang der Vollblut-Proleten dazu denken): „Die an boxen mehr, die a(u)ndan haun afoch her.“ (Aha?!?) Bei so viel Weisheit tut man sich zugegebener Maßen schwer, wie Dori gelehrt hat einfach schwimmen und dabei geflissentlich wegzuhören und das zu tun, was diese vier Herrschaften bereits eindrucksvoll vollbracht zu haben scheinen: geistig abzuschalten. Wen man sich also als Zitatgeber vorstellen darf, scheint mir hinreichend geschildert... wie man sich +50-Vollblut-Proleten aus dem Osten Österreichs eben vorstellen mag (sofern man das mag). Nach dieser sagenumwobenen Aussage entstand bei mir der innerliche Wunsch nach Papier und Bleistift, um diesen Satz für die Nachwelt festhalten zu können. Eine panische, aber von Erfolg gekrönte Suche begann. Es bewahrheitete sich der Spruch „a pencil and a dream can take you everywhere“ erneut.
Dabei war der Zweck der Reise eigentlich banaler Natur und konzentrierte sich darauf die Mitte zu finden - und diese wurde in B.A. rein zufällig gefunden (Hoamweh nach B.A.). Nun gut, wenn man seine Urlaubsdestination im Vorfeld so zielsicher plant, kann auf keinen Fall etwas schief gehen. Die Mitte haben wir also gefunden – nach der Darbietung der vier Panzersoldaten (und ein Hund) zumindest in geographischer Hinsicht.
Die Hotelbewertung
Vorausschicken möchte ich, dass es wirklich sehr nett war – und ein durch und durch erholsamer Kurzurlaub. Einigen mag es beim Terminus „nett“ zwar die Nackenhaare aufstellen – aber ich fürchte, ich kann mich nicht um alles kümmern, tut mir leid.
Mut[h] kann man nicht kaufen. Dem Gast gleich zur Begrüßung den Bewertungsbogen in die Hand zu drücken, spricht entweder von grenzenloser Selbstüberschätzung oder dem Hang zum Masochismus. Oder man weiß, dass man nicht früh genug mit Schreiben beginnen kann? Ich glaube nicht, dass die wollen, dass ich meine Meinung sage... denn was sie im Gegensatz zu vielen anderen Leiderprüften (noch) nicht wissen: bei mir gibt es das sozial erwünschte Antwortverhalten nicht! Da hilft nur eins: Prosecco mit Fruchtmark (bitte in gewohnter Weise nach eigenem Belieben das einsetzen, was ihr wollt - ich hab alle durchprobiert und bleib bei Pfirsichmark)
Was man uns in der Hotelbeschreibung verheimlichte, ist die mit Nachdruck formulierte Aufforderung, keine Geheimnisse voreinander zu haben... (Wenn man es bis zu dem Urlaub in gutem Glauben hatte, spätestens nach diesem Aufenthalt ist das Geschichte.) Ich sage nur: Vielen Dank an den Innenraumarchitekten, der zumindest an das kleine, aber unglaublich wesentliche Detail der Jalousien zwischen Wohnraum und Badezimmer gedacht hat! Was zählen schon Design, Technik, Innovation und Fortschritt, wenn man auf die für Handtücher und Bademäntel vorgesehen Aufhängevorrichtungen Nichts anbringen kann, weil man sonst die Kombitüre (für Dusche und WC – Wem bitte ist so etwas eingefallen???) nicht öffnen kann. Weiters wurden wir erst vor Ort auf den 2-nächtigen Kurs „Fakir für Fortgeschrittene“ (Anm. d. Red.: Nicht nur Humbug ist omnipräsent!) aufmerksam. Aber wir sind sehr lernfähig, im Gegensatz zur Wirbelsäule – die gab sich den restlichen Aufenthalt eher unbeugsam. Der sprachfehlerbehafteten Bitte von King Julian „Wackel mit da Hufte“ kann aus oben beschriebenen Gründen aktuell nicht nachgegangen werden. Natürlich ist hier das wirtschaftliche Geschick des Hoteliers unübersehbar im Vordergrund. Man nehme die härteste Matratze, die sich auf Gottes weiten Erdboden auftreiben lässt (es könnte jedoch auch einfach ein mit Leintuch bespanntes Holzbrett gewesen sein – wir haben uns davon nicht selbst überzeugt), dann geht das mit dem Wunsch nach einer Massage ganz automatisch. Auch der Föhn hat es mir angetan. Während so einer Haartrockenphase, die bei mir üblicherweise sehr kurz ausfällt, benötigt das gute Stück 3 Pausen, um sich wieder abzukühlen. In der Zwischenzeit gilt: Rien ne va plus. Wer nun über wirklich langes Haar verfügt, ist wohl mit Kaiserin Elisabeths Methode besser beraten.
Frühstücksfernsehen
Was man sich darunter vorstellen darf? Die Darbietung der Frühstückskellnerin war wirklich erheiternd. Eine junge, dynamische Abservierdame, höchst ambitioniert und voller Effizienzdrang. Es war schaurig schön anzusehen, wie sie eine Dreiviertelstunde lang zehn Tische (manche davon eben mehrmals) neu eingedeckt hat. Das dahinterliegende System (???) wirklich einmalig! Ich mut[h]maße bösartig, dass sie für ihre Tätigkeit mindestens das amtliche Kilometergeld ausverhandelt hat.
Es drängt sich im Allgemeinen der Eindruck auf, ein Möchtegern-Larimar sein zu wollen. Jedoch die einzige Gemeinsamkeit besteht im Anfangsbuchstaben L.
Schön war's in B.A. - am Schönsten ist es aber doch zu Haus'!
Dabei war der Zweck der Reise eigentlich banaler Natur und konzentrierte sich darauf die Mitte zu finden - und diese wurde in B.A. rein zufällig gefunden (Hoamweh nach B.A.). Nun gut, wenn man seine Urlaubsdestination im Vorfeld so zielsicher plant, kann auf keinen Fall etwas schief gehen. Die Mitte haben wir also gefunden – nach der Darbietung der vier Panzersoldaten (und ein Hund) zumindest in geographischer Hinsicht.
Die Hotelbewertung
Vorausschicken möchte ich, dass es wirklich sehr nett war – und ein durch und durch erholsamer Kurzurlaub. Einigen mag es beim Terminus „nett“ zwar die Nackenhaare aufstellen – aber ich fürchte, ich kann mich nicht um alles kümmern, tut mir leid.
Mut[h] kann man nicht kaufen. Dem Gast gleich zur Begrüßung den Bewertungsbogen in die Hand zu drücken, spricht entweder von grenzenloser Selbstüberschätzung oder dem Hang zum Masochismus. Oder man weiß, dass man nicht früh genug mit Schreiben beginnen kann? Ich glaube nicht, dass die wollen, dass ich meine Meinung sage... denn was sie im Gegensatz zu vielen anderen Leiderprüften (noch) nicht wissen: bei mir gibt es das sozial erwünschte Antwortverhalten nicht! Da hilft nur eins: Prosecco mit Fruchtmark (bitte in gewohnter Weise nach eigenem Belieben das einsetzen, was ihr wollt - ich hab alle durchprobiert und bleib bei Pfirsichmark)
Was man uns in der Hotelbeschreibung verheimlichte, ist die mit Nachdruck formulierte Aufforderung, keine Geheimnisse voreinander zu haben... (Wenn man es bis zu dem Urlaub in gutem Glauben hatte, spätestens nach diesem Aufenthalt ist das Geschichte.) Ich sage nur: Vielen Dank an den Innenraumarchitekten, der zumindest an das kleine, aber unglaublich wesentliche Detail der Jalousien zwischen Wohnraum und Badezimmer gedacht hat! Was zählen schon Design, Technik, Innovation und Fortschritt, wenn man auf die für Handtücher und Bademäntel vorgesehen Aufhängevorrichtungen Nichts anbringen kann, weil man sonst die Kombitüre (für Dusche und WC – Wem bitte ist so etwas eingefallen???) nicht öffnen kann. Weiters wurden wir erst vor Ort auf den 2-nächtigen Kurs „Fakir für Fortgeschrittene“ (Anm. d. Red.: Nicht nur Humbug ist omnipräsent!) aufmerksam. Aber wir sind sehr lernfähig, im Gegensatz zur Wirbelsäule – die gab sich den restlichen Aufenthalt eher unbeugsam. Der sprachfehlerbehafteten Bitte von King Julian „Wackel mit da Hufte“ kann aus oben beschriebenen Gründen aktuell nicht nachgegangen werden. Natürlich ist hier das wirtschaftliche Geschick des Hoteliers unübersehbar im Vordergrund. Man nehme die härteste Matratze, die sich auf Gottes weiten Erdboden auftreiben lässt (es könnte jedoch auch einfach ein mit Leintuch bespanntes Holzbrett gewesen sein – wir haben uns davon nicht selbst überzeugt), dann geht das mit dem Wunsch nach einer Massage ganz automatisch. Auch der Föhn hat es mir angetan. Während so einer Haartrockenphase, die bei mir üblicherweise sehr kurz ausfällt, benötigt das gute Stück 3 Pausen, um sich wieder abzukühlen. In der Zwischenzeit gilt: Rien ne va plus. Wer nun über wirklich langes Haar verfügt, ist wohl mit Kaiserin Elisabeths Methode besser beraten.
Frühstücksfernsehen
Was man sich darunter vorstellen darf? Die Darbietung der Frühstückskellnerin war wirklich erheiternd. Eine junge, dynamische Abservierdame, höchst ambitioniert und voller Effizienzdrang. Es war schaurig schön anzusehen, wie sie eine Dreiviertelstunde lang zehn Tische (manche davon eben mehrmals) neu eingedeckt hat. Das dahinterliegende System (???) wirklich einmalig! Ich mut[h]maße bösartig, dass sie für ihre Tätigkeit mindestens das amtliche Kilometergeld ausverhandelt hat.
Es drängt sich im Allgemeinen der Eindruck auf, ein Möchtegern-Larimar sein zu wollen. Jedoch die einzige Gemeinsamkeit besteht im Anfangsbuchstaben L.
Schön war's in B.A. - am Schönsten ist es aber doch zu Haus'!
Montag, 29. August 2011
Von der wundersamen Vermehrung oder der Potenzierung einer Allergiesymptomatik
Niemandes geschätzter Aufmerksamkeit dürfte es in der Zwischenzeit entgangen sein, dass es sich hierbei um einen ausgesprochen tieraffinen Blog handelt. Warum? Man könnte beispielsweise schlussfolgern, wenn es sich bereits beim Bloginhaber um eine Amsel handelt, ist der nächste Schritt zur allgemeinen Tierliebe auch nicht mehr weit. Prinzipiell würde ich das Verfahren jedoch gerne insofern abkürzen und folgendes postulieren: weil es so ist. Also widme ich mich auch heute der Fauna.
Behandeln wir also Verbrechen, die bei der Vergabe von Tiernamen begangen werden oder daraus resultierende Schlussfolgerungen wie: 0*x=0 (aus dem näheren Umfeld ausgeliehen)
Wo sind die guten alten Zeiten hin als Hunde auf Rex, Lassie(!), Senta oder schlicht und ergreifend Waldi oder Purzel hörten? Passé! Einige Vertreter einer in der Gesellschaft wertgeschätzten und zugleich angesehenen Profession zeigen Tendenzen, ihren vierbeinigen Lieblingen unfassbar geistreiche Namen zu verleihen. Das Protokoll verlangt zwar die Bekanntgabe der Falsifikation der bisher validen Hypothese, dass es eines einfachen Geistes bedarf, komplexe Namen zu geben. Mit der Berufung auf die wissenschaftliche Freiheit (?) wird diese Vornahme jedoch ersatzlos gestrichen und die These als weiterhin aufrecht betrachtet, da ich keinesfalls die Verantwortung für das daraus resultierende Durcheinander mittragen kann/möchte/und werde.
Zur Untermauerung meiner Behauptung liefere ich das folgende, aus dem Leben gegriffene Beispiel: Bei Coffee x [eine mit Kaffee möglichst nicht in Verbindung bringende Farbe nach eigener Kreativität einsetzen] handelt es sich nicht, wie man vermeintlich annehmen könnte, um die Aufgabe seiner Bestellung in einer Filiale einer nordamerikanischen Kaffeehauskette, sondern um einen Canidae (Rasse dem Autor zum Zeitpunkt des Verfassens unbekannt). Üblicherweise wird man in Kaffeehäusern lediglich gefragt: mit Milchschaum oder Schlag? Aber grün/blau/violett??? Sei es wie es sei. Um das tierische Frühstück abzurunden heißt der Nachfolger also Honig, nur englisch ausgesprochen und die Katze Schoki. 2 ganz Süße...
Nähern wir uns der ursprünglich intendierten Botschaft. 3+2=5. Wie schwierig kann man es einem Katzenhaarallergiker eigentlich machen? Jetzt geht es natürlich darum, die richtigen Namen zu finden. Auf den ersten Blick beschleicht einen jedoch in diesem Fall die Spekulation, dass es nichts Einfacheres gäbe als der richtige Name. Wenn die erste Katze auf Sammy und die zweite auf Davis hört, dann liegt es geradezu auf der Hand die dritte ... riiiiiiiichtig: Junior zu taufen. Es könnte alles so einfach sein, ist es aber [langgezogen] nicht. Schwierig wird es dann, wenn die Katze in ihrem vorigen Leben, also genau genommen von ihrem Vorbesitzer bereits mit einem Namen bedacht wurde. Nicht, dass Katzen sonderlich viel darauf geben, zu beachten, wenn man sie ruft, jedoch unterbricht es die logische Folge, wenn die Katze nicht auf Junior, sondern auf Schoki hört. Richtig: Schoki. Von meiner Seite gibt es zwar gegen Schokolade generell natürlich nichts, aber auch gar nichts einzuwenden... aber Katze+Schoki=??? (??? auch bekannt unter wtf) Nun sind die findigen Kreativköpfe auf den Plan gerufen. Schoki kann man an endsommerlichen Tagen mit Coup, also einem Eisbecher in Verbindung bringen. Der Kreis lässt sich dann folgendermaßen schließen. Wir erinnern uns: Die erste Katze heißt Davis, man trickse ein wenig bei der Aussprache, demnach nennt man die 2. C[o]up und fertig ist der Davis Cup!
Was lernen wir daraus? Es gibt nichts Wichtigeres, als bei der Namenssuche und -gebung aus dem Standpunkt der Nachhaltigkeit und sozialen Erwünschtheit zu beurteilen.
In diesem Sinne: Hatschi!
Auch diesmal gibt es ein heiteres Gewinnspiel: Wer als Erster alle notwendigen Medikamente zur Therapie einer allergischen Reaktion zusammen hat, gewinnt einen NAW-Einsatz!
Behandeln wir also Verbrechen, die bei der Vergabe von Tiernamen begangen werden oder daraus resultierende Schlussfolgerungen wie: 0*x=0 (aus dem näheren Umfeld ausgeliehen)
Wo sind die guten alten Zeiten hin als Hunde auf Rex, Lassie(!), Senta oder schlicht und ergreifend Waldi oder Purzel hörten? Passé! Einige Vertreter einer in der Gesellschaft wertgeschätzten und zugleich angesehenen Profession zeigen Tendenzen, ihren vierbeinigen Lieblingen unfassbar geistreiche Namen zu verleihen. Das Protokoll verlangt zwar die Bekanntgabe der Falsifikation der bisher validen Hypothese, dass es eines einfachen Geistes bedarf, komplexe Namen zu geben. Mit der Berufung auf die wissenschaftliche Freiheit (?) wird diese Vornahme jedoch ersatzlos gestrichen und die These als weiterhin aufrecht betrachtet, da ich keinesfalls die Verantwortung für das daraus resultierende Durcheinander mittragen kann/möchte/und werde.
Zur Untermauerung meiner Behauptung liefere ich das folgende, aus dem Leben gegriffene Beispiel: Bei Coffee x [eine mit Kaffee möglichst nicht in Verbindung bringende Farbe nach eigener Kreativität einsetzen] handelt es sich nicht, wie man vermeintlich annehmen könnte, um die Aufgabe seiner Bestellung in einer Filiale einer nordamerikanischen Kaffeehauskette, sondern um einen Canidae (Rasse dem Autor zum Zeitpunkt des Verfassens unbekannt). Üblicherweise wird man in Kaffeehäusern lediglich gefragt: mit Milchschaum oder Schlag? Aber grün/blau/violett??? Sei es wie es sei. Um das tierische Frühstück abzurunden heißt der Nachfolger also Honig, nur englisch ausgesprochen und die Katze Schoki. 2 ganz Süße...
Nähern wir uns der ursprünglich intendierten Botschaft. 3+2=5. Wie schwierig kann man es einem Katzenhaarallergiker eigentlich machen? Jetzt geht es natürlich darum, die richtigen Namen zu finden. Auf den ersten Blick beschleicht einen jedoch in diesem Fall die Spekulation, dass es nichts Einfacheres gäbe als der richtige Name. Wenn die erste Katze auf Sammy und die zweite auf Davis hört, dann liegt es geradezu auf der Hand die dritte ... riiiiiiiichtig: Junior zu taufen. Es könnte alles so einfach sein, ist es aber [langgezogen] nicht. Schwierig wird es dann, wenn die Katze in ihrem vorigen Leben, also genau genommen von ihrem Vorbesitzer bereits mit einem Namen bedacht wurde. Nicht, dass Katzen sonderlich viel darauf geben, zu beachten, wenn man sie ruft, jedoch unterbricht es die logische Folge, wenn die Katze nicht auf Junior, sondern auf Schoki hört. Richtig: Schoki. Von meiner Seite gibt es zwar gegen Schokolade generell natürlich nichts, aber auch gar nichts einzuwenden... aber Katze+Schoki=??? (??? auch bekannt unter wtf) Nun sind die findigen Kreativköpfe auf den Plan gerufen. Schoki kann man an endsommerlichen Tagen mit Coup, also einem Eisbecher in Verbindung bringen. Der Kreis lässt sich dann folgendermaßen schließen. Wir erinnern uns: Die erste Katze heißt Davis, man trickse ein wenig bei der Aussprache, demnach nennt man die 2. C[o]up und fertig ist der Davis Cup!
Was lernen wir daraus? Es gibt nichts Wichtigeres, als bei der Namenssuche und -gebung aus dem Standpunkt der Nachhaltigkeit und sozialen Erwünschtheit zu beurteilen.
In diesem Sinne: Hatschi!
Auch diesmal gibt es ein heiteres Gewinnspiel: Wer als Erster alle notwendigen Medikamente zur Therapie einer allergischen Reaktion zusammen hat, gewinnt einen NAW-Einsatz!
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