Das Erfreuliche zuerst: Weihnachten ist überstanden, bis es dann in knapp einem Jahr wieder heißt: "The same procedure as every year." Wobei genau betrachtet steht uns das ja noch bevor. Und das bereitet mir, alle Jahre wieder, gehörige Magenschmerzen (zugegebenermaßen hat Bata Illic dazu gerade eben einen beträchtlichen Beitrag geleistet... aber das ist eine andere Geschichte). Nicht etwa, weil es an Ideen oder Angeboten mangelt, den Jahreswechsel würdig und feierlich zu begehen. Nein, es ist schlicht und ergreifend die viel zu häufig verwendete banauseale (wer das Wort jetzt nicht kennt - ich habe es soeben erfunden und zeige mich darüber stolzerfüllt) Schreibweise. Ich möchte hier also festschreiben: Sylvester ist entweder ein entzückendes kleines Mietzekätzchen einer aus Kindertagen als bekannt vorausgesetzten Comic-Serie bzw. ein von der Zeit gezeichneter Fernsehheld (vs. einfach nur degenerierter, hässlicher Mann). Ich hoffe nun, dass ich richtig verlinkt habe :) Die Feier zum Jahreswechsel heißt Silvester, Silvester mit i, bitte! An dieser Stelle schon einmal: Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit.
Weiße Weihnachten
Es soll jetzt keineswegs der illusorische Eindruck erzeugt werden, ich wäre ein gehässiger Zeitgenosse, aber... Wenn man den akribisch durchgeführten Statistiken der hiesigen Experten auf dem Gebiet der Meteorologie (Anm. d. Red.: Vl. sollte man bei einer österreichischen Tageszeitung dahingehend Aufklärungsarbeit leisten, dass Meteorologie in keinem kausalen Verhältnis zu einer Längenmaßeinheit steht?!) Glauben schenken darf, handelt es sich bei Schneefall am 24. Dezember um ein ausgesprochen un-wahrscheinliches Ereignis. War in der Vergangenheit so und wird in Hinkunft durch die globale Erderwärmung nicht bedeutend begünstigt werden. Trotzdem klammern sich viele Menschen verzweifelt an diese Hoffnung. Dazu sei gesagt, dass die Hoffnung zuletzt stirbt - aber stirbt. Ich wünschte mir von ganzem Herzen, es mögen sich eines 24. Dezembers die Schleusen über Ostösterreich öffnen und die lang ersehnte weiße Pracht zu Tage bzw. zum (Heiligen) Abend bringen. Denn erst dann werden die Menschen sehen, dass auch so ein bisschen winterliches (Titanium White) Weiß auf den Straßen keine Weihnachtsstimmung zaubern kann - sondern nur ein Verkehrschaos de luxe erzeugt.
Ein Leben am Limit - gezeichnet von den geistigen Tiefflügen (der anderen). Man hat leicht zwitschern, wenn man denkt, am längeren Ast zu sitzen. Wer denkt, dass heimische Singvögel nicht bissig sind, dem darf sogleich auf seinen Weg mitgegeben werden: er irrt! Von langer Hand geplant - spontan umgesetzt. Bleibt lediglich noch die Frage offen: Liest du noch, oder bloggst du schon?
Dienstag, 27. Dezember 2011
Donnerstag, 17. November 2011
Von Weltkulturerben - Eine Nacherzählung
Der jährlich wiederkehrende Hiataeinzug, seit dem vergangenen Jahr ein UNESCO-Weltkulturerbe, ging vor mittlerweile zwei Sonntagen über die Bühne. Es mag zwar nicht zu leugnen sein, dass man sich ab einem gewissen Alter mit einer ausgedehnten Revitalisierungsphase herumschlagen muss, allerdings darf sich der besorgte Leser wieder erleichtert in den Sessel zurückfallen lassen, es fehlte bisher schlicht und ergreifend am entsprechenden Zeitkontingent, das diese Nacherzählung verdient hat. Ich möchte an dieser Stelle nur gesagt haben, dass ich noch (lange!) nicht in dem oben beschriebenen Alter bin. Ich kenne das Szenario lediglich vom Hören-Sagen. Hiermit ein Hoch auf Kaffee und die Kosmetikindustrie. Wer den Hiataeinzug in Perchtoldsdorf nicht kennt, muss man schon so sagen, hat Entscheidendes verpasst. Das Prinzip ist schnell erklärt: "Ein guter Tag beginnt... mit der besseren Zeitung". Ja genau, wer's glaubt.
Wer die Welt nur mehr durch einen hefetrüben Schleier sieht, der ist beim sogenannten "Staubigen" gelandet. Ausschließlich Banausen sagen zu diesem wohltuenden Zaubertrank "Gschloder", das während dieses Ereignisses kostenfrei ausgeschenkt wird. Dieselben Banausen fragen sich dann in weiterer Folge ein wenig später, wieso in Gottes Namen beim niedergelassenen Heurigen seines Vertrauens dafür satte € 2,40 berappt werden (dürfen). Und die eben angesprochenen Banausen konstatieren dann (ungehört) weiter: "Geschenkt ist noch zu teuer." Und dann geht es freilich solange weiter, bis man Rot von Weiß nicht mehr zu unterscheiden vermag und die Feinmotorik unter dem nicht enden wollenden Leistungsdruck die Patschen streckt.
Wenn wir schon bei Kulturerbe und so sind: Nicht nur erlesene Kaffeehäuser sollten sich mit der UNESCO-Tafel schmücken dürfen. Seit gestern setze ich mich persönlich dafür ein, dass Trafiken den gleichen Anspruch haben sollten. Üblicherweise konzentriert man sich bei Betreten einer Trafik darauf, in dem räumlich so großzügig geplanten Geschäftslokal, in dem man eigentlich annehmen muss, es handle sich dabei um den Bauchladen des Trafikanten, ja kein Eselsohr in eine Zeitung zu biegen. Warum ich als Nichtraucher und Online-Zeitungsleser überhaupt Trafiken visitiere? Diese gute Frage wird folgender Antwort zugeführt: Weil beim Onlineparken der Charme und Esprit des dort üblicherweise als unwirsch und wortkarg anzutreffenden Verkaufspersonals verloren ginge und ebenfalls der Urwiener-Erkenntisreichtum auf der Strecke bliebe. In einer Seitengasse zur Kärnter Straße wurde ich jedenfalls eines Besseren belehrt. Misstrauen wird unwillkürlich im Augenblick des Sprechens geschürt und dann in blankes Entsetzen umgewandelt, wenn der Trafikant zu Scherzen beliebt, sich über grantige Vertreter seiner Gattung beschwert und eine kurzweilige Plauderei beginnt. Beim Verlassen des Geschäftslokales ist es dann nahezu blinder Gehorsam vs. Automatismus nach einer versteckten Kamera zu suchen und leise "Beauty" zu murmeln.
Wer die Welt nur mehr durch einen hefetrüben Schleier sieht, der ist beim sogenannten "Staubigen" gelandet. Ausschließlich Banausen sagen zu diesem wohltuenden Zaubertrank "Gschloder", das während dieses Ereignisses kostenfrei ausgeschenkt wird. Dieselben Banausen fragen sich dann in weiterer Folge ein wenig später, wieso in Gottes Namen beim niedergelassenen Heurigen seines Vertrauens dafür satte € 2,40 berappt werden (dürfen). Und die eben angesprochenen Banausen konstatieren dann (ungehört) weiter: "Geschenkt ist noch zu teuer." Und dann geht es freilich solange weiter, bis man Rot von Weiß nicht mehr zu unterscheiden vermag und die Feinmotorik unter dem nicht enden wollenden Leistungsdruck die Patschen streckt.
Wenn wir schon bei Kulturerbe und so sind: Nicht nur erlesene Kaffeehäuser sollten sich mit der UNESCO-Tafel schmücken dürfen. Seit gestern setze ich mich persönlich dafür ein, dass Trafiken den gleichen Anspruch haben sollten. Üblicherweise konzentriert man sich bei Betreten einer Trafik darauf, in dem räumlich so großzügig geplanten Geschäftslokal, in dem man eigentlich annehmen muss, es handle sich dabei um den Bauchladen des Trafikanten, ja kein Eselsohr in eine Zeitung zu biegen. Warum ich als Nichtraucher und Online-Zeitungsleser überhaupt Trafiken visitiere? Diese gute Frage wird folgender Antwort zugeführt: Weil beim Onlineparken der Charme und Esprit des dort üblicherweise als unwirsch und wortkarg anzutreffenden Verkaufspersonals verloren ginge und ebenfalls der Urwiener-Erkenntisreichtum auf der Strecke bliebe. In einer Seitengasse zur Kärnter Straße wurde ich jedenfalls eines Besseren belehrt. Misstrauen wird unwillkürlich im Augenblick des Sprechens geschürt und dann in blankes Entsetzen umgewandelt, wenn der Trafikant zu Scherzen beliebt, sich über grantige Vertreter seiner Gattung beschwert und eine kurzweilige Plauderei beginnt. Beim Verlassen des Geschäftslokales ist es dann nahezu blinder Gehorsam vs. Automatismus nach einer versteckten Kamera zu suchen und leise "Beauty" zu murmeln.
Donnerstag, 10. November 2011
Wenn nicht alles Gold ist, was glänzt - Der Fotoroman
Ungewöhnliche Dinge erfordern ungewöhnliche Maßnahmen
Manchmal erfordert es eine Situation, ungewöhnliche Methoden zu ergreifen. Daher wird heute kurzerhand das Programm dahingehend geändert, sich mehr auf das fotodokumentarische Material zu stützen als auf die Schreiberei.
Spätestens eine Stunde nach Ankunft ist selbst dem unaufmerksamsten Gast klar, welches Automobil ein must-have hierzulande sein muss, damit man um keinen Preis (unangenehm) auffällt. Heinrich wurde in der Zeit des Aufenthaltes sicher (und kostspielig) in einer Garage verwahrt, da man ihn sonst ob seines ungewöhnlichen Aussehens ausgegrenzt hätte.
Die hiesigen Rösser sind sich nicht zu schade, für das fotografierlaunige Touristenvolk Modell zu stehen und konstatieren damit eindrucksvoll, dass ihnen wohl wirklich nichts zu peinlich ist... (zumindest solange man ihnen keinen Spiegel vorhält)
Übrigens darf man die Postfiliale Hradschin mit einer Faustfeuerwaffe nicht betreten. Wie man sich natürlich vorstellen kann, hat uns das vor ein schier unlösbares Problem gestellt, sodass auf das Absenden von Postkarten verzichtet wurde...
(Österreich)Werbung wirkt - beim ersten Anblick durchaus ein wenig befremdlich.
Höchst erfreulich sei jedoch an dieser Stelle angemerkt, dass die kuriose Lange-Nacht-der-Museen-Tour auch in der schönen Stadt an der Moldau fortgesetzt werden kann. Besonders empfehlenswert:
Anbei noch eine interessante Fassadenmalerei (auch hier weiß man nicht, was der Künstler hier zum Ausdruck bringen möchte)
PS: Abschließend möchte ich meiner tiefen Trauer Ausdruck verleihen, dass sich Ben und Jerry einfach still und heimlich aus dem Staub gemacht haben. Wo selbst bei Novembertemperaturen das allerbeste Eis erhältlich sein sollte, kann man nun Baguettes erwerben (Da bleibt nur die Frage offen: WTF?)
Manchmal erfordert es eine Situation, ungewöhnliche Methoden zu ergreifen. Daher wird heute kurzerhand das Programm dahingehend geändert, sich mehr auf das fotodokumentarische Material zu stützen als auf die Schreiberei.
Spätestens eine Stunde nach Ankunft ist selbst dem unaufmerksamsten Gast klar, welches Automobil ein must-have hierzulande sein muss, damit man um keinen Preis (unangenehm) auffällt. Heinrich wurde in der Zeit des Aufenthaltes sicher (und kostspielig) in einer Garage verwahrt, da man ihn sonst ob seines ungewöhnlichen Aussehens ausgegrenzt hätte.
Die hiesigen Rösser sind sich nicht zu schade, für das fotografierlaunige Touristenvolk Modell zu stehen und konstatieren damit eindrucksvoll, dass ihnen wohl wirklich nichts zu peinlich ist... (zumindest solange man ihnen keinen Spiegel vorhält)
Übrigens darf man die Postfiliale Hradschin mit einer Faustfeuerwaffe nicht betreten. Wie man sich natürlich vorstellen kann, hat uns das vor ein schier unlösbares Problem gestellt, sodass auf das Absenden von Postkarten verzichtet wurde...
(Österreich)Werbung wirkt - beim ersten Anblick durchaus ein wenig befremdlich.
Höchst erfreulich sei jedoch an dieser Stelle angemerkt, dass die kuriose Lange-Nacht-der-Museen-Tour auch in der schönen Stadt an der Moldau fortgesetzt werden kann. Besonders empfehlenswert:
- Das KGB-Museum
- Foltern liegt im Trend, davon gibt es nämlich mehr als ein Museum
- Sex-Machines-Museum
Anbei noch eine interessante Fassadenmalerei (auch hier weiß man nicht, was der Künstler hier zum Ausdruck bringen möchte)
PS: Abschließend möchte ich meiner tiefen Trauer Ausdruck verleihen, dass sich Ben und Jerry einfach still und heimlich aus dem Staub gemacht haben. Wo selbst bei Novembertemperaturen das allerbeste Eis erhältlich sein sollte, kann man nun Baguettes erwerben (Da bleibt nur die Frage offen: WTF?)
Donnerstag, 3. November 2011
Von Transitohren, vernachlässigten Ratgebern und gesamtheitlicher Dekompensation
Billa sagt der Hausverstand - nur widersinnig, wenn niemand seine Beratungsfunktion in Anspruch nimmt.
Heute hat es sich als wertvollst(!) erwiesen, über die blitzschnelle Umschaltmöglichkeit auf den Modus "Transitohren" zu verfügen. Ich sage nur: ein Geschenk Gottes! Diese Fähigkeit erlaubt es einem empfindlichen und sensiblen Menschen, bei noch so sinnentleerten Fragestellungen aus der Umgebung einfach wegzuhören. Einfach, zugegeben, einfach ist relativ (oder für die ge-insider-ten Rezipienten: absolut bzw. ziemlich).
Im Kampf gegen Windmühlen
In einem zweitägigen Seminar ist irgendwann* der Punkt erreicht, an dem das geistige Fass der Teilnehmer übergelaufen ist. * Irgendwann bedeutet in diesem Fall bei 95 % der oben angesprochenen Teilnehmer: nach immerhin geschätzten 20 Minuten inhaltlichen Fachvortrages - und "Fass" kann als Synonym für die Füllmenge eines Schnapsglases betrachtet werden. Die Auseinandersetzung mit der entwaffnenden (Strunz)Dummheit der Menschheit zählte zu der zu bewältigenden Aufgabenstellung der vergangenen (und gleichzeitig verlorenen) Tage. Wirklich erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang die Engelsgeduld der Vortragenden, der schlussendlich der unerbittliche innere Kampf deutlich anzumerken war. Ein Kampf an vorderster Front, der das Bröckeln der unerschütterlich wirkenden Fassade zwangsläufig zur Folge haben muss. Das äußert sich beispielsweise in entgleisender Mimik, verständnislosen Blicken und einem Nervengerüst, das unter der schweren Last wie ein Kartenhäuschen zusammenbrechen musste.
Auseinandersetzung mit quälenden, aber entscheidenden Fragen an die Menschheit:
"A kurze Frage hätt[sic!] ich da noch..." (Selbstredend, dass Frage und Antwort alles andere als kurz ausfallen) --> Anm. d. Red.: Ich kann den österreichischen Konjunktiv nicht leiden, genauso wenig wie Fasching und gefüllte Paprika (wissentlich, hier nicht konsensfähig zu agieren).
"Das habe ich jetzt nicht verstanden..." (Oh, pardauz, wie unerwartet. Hier gibt es die bekannte Diskrepanz zwischen hören und verstehen)
"Aber in meinem Fall..." und "Für mich wäre[sic!] das jetzt aber schon wichtig..." (Dazu sei angemerkt: Narzissmus ist kein floristischer Frühlingsbote)
Es soll jetzt keine Defensio werden, aber wo sollen sich die buchhalterischen Banausen das notwendige Fachwissen angeeignet haben? Etwa bei Barbara Karlich?
Folgende Erkenntnis möchte ich jedenfalls mit euch teilen: Nicht nur Chuck Norris kann Haben an Soll buchen!
In diesem Sinne bleibt mir zum Abschluss lediglich ein entrüstetes: buchhalterisch illiterat!
PS: Was sich die Nachbarn immer einfallen lassen: Heute hat es im heimischen Stiegenhaus erstmals (nach monatelanger olfaktorischer chinesischer Folter) sozial verträglich gerochen.
PPS: Hofft inständig, dass es nicht leichtsinnig und voreilig ist, sich ohne vorherige Inspektion bei Hopfi und Emmi zu bedanken. Ich bin nach wie vor baff und das heißt einiges :)
PPPS: Zur deutlichen Demonstration sei hier angemerkt, dass wir uns aufgrund der kognitiven "Kapazität" der Teilnehmer im Waldorf-Bereich aufhalten durften.
Heute hat es sich als wertvollst(!) erwiesen, über die blitzschnelle Umschaltmöglichkeit auf den Modus "Transitohren" zu verfügen. Ich sage nur: ein Geschenk Gottes! Diese Fähigkeit erlaubt es einem empfindlichen und sensiblen Menschen, bei noch so sinnentleerten Fragestellungen aus der Umgebung einfach wegzuhören. Einfach, zugegeben, einfach ist relativ (oder für die ge-insider-ten Rezipienten: absolut bzw. ziemlich).
Im Kampf gegen Windmühlen
In einem zweitägigen Seminar ist irgendwann* der Punkt erreicht, an dem das geistige Fass der Teilnehmer übergelaufen ist. * Irgendwann bedeutet in diesem Fall bei 95 % der oben angesprochenen Teilnehmer: nach immerhin geschätzten 20 Minuten inhaltlichen Fachvortrages - und "Fass" kann als Synonym für die Füllmenge eines Schnapsglases betrachtet werden. Die Auseinandersetzung mit der entwaffnenden (Strunz)Dummheit der Menschheit zählte zu der zu bewältigenden Aufgabenstellung der vergangenen (und gleichzeitig verlorenen) Tage. Wirklich erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang die Engelsgeduld der Vortragenden, der schlussendlich der unerbittliche innere Kampf deutlich anzumerken war. Ein Kampf an vorderster Front, der das Bröckeln der unerschütterlich wirkenden Fassade zwangsläufig zur Folge haben muss. Das äußert sich beispielsweise in entgleisender Mimik, verständnislosen Blicken und einem Nervengerüst, das unter der schweren Last wie ein Kartenhäuschen zusammenbrechen musste.
Auseinandersetzung mit quälenden, aber entscheidenden Fragen an die Menschheit:
- Stellen sich die Menschen nur so oder sind sie wirklich so entsetzlich dumm? (Täuschen und Tarnen?)
- Welche Motivation treibt einen weltfremden Naivling ein Unternehmen zu gründen, wenn man unter Rechnungs-wesen den kleinkarierten Charakterzug eines Mitmenschen vermutet?
- Wie haben manche Menschen ihr Leben bisher bloß bewerkstelligen können, ohne dabei Kollateralschäden verursacht zu haben? Ich denke hier an, die "25 Jahre unfallfrei"-Plakette des ÖAMTC für meine eigene Idee zu beanspruchen.
- Trotz Angst vor der ernüchternden Antwort: Sind wirklich alle buchhalterisch illiterat?
"A kurze Frage hätt[sic!] ich da noch..." (Selbstredend, dass Frage und Antwort alles andere als kurz ausfallen) --> Anm. d. Red.: Ich kann den österreichischen Konjunktiv nicht leiden, genauso wenig wie Fasching und gefüllte Paprika (wissentlich, hier nicht konsensfähig zu agieren).
"Das habe ich jetzt nicht verstanden..." (Oh, pardauz, wie unerwartet. Hier gibt es die bekannte Diskrepanz zwischen hören und verstehen)
"Aber in meinem Fall..." und "Für mich wäre[sic!] das jetzt aber schon wichtig..." (Dazu sei angemerkt: Narzissmus ist kein floristischer Frühlingsbote)
Es soll jetzt keine Defensio werden, aber wo sollen sich die buchhalterischen Banausen das notwendige Fachwissen angeeignet haben? Etwa bei Barbara Karlich?
Folgende Erkenntnis möchte ich jedenfalls mit euch teilen: Nicht nur Chuck Norris kann Haben an Soll buchen!
In diesem Sinne bleibt mir zum Abschluss lediglich ein entrüstetes: buchhalterisch illiterat!
PS: Was sich die Nachbarn immer einfallen lassen: Heute hat es im heimischen Stiegenhaus erstmals (nach monatelanger olfaktorischer chinesischer Folter) sozial verträglich gerochen.
PPS: Hofft inständig, dass es nicht leichtsinnig und voreilig ist, sich ohne vorherige Inspektion bei Hopfi und Emmi zu bedanken. Ich bin nach wie vor baff und das heißt einiges :)
PPPS: Zur deutlichen Demonstration sei hier angemerkt, dass wir uns aufgrund der kognitiven "Kapazität" der Teilnehmer im Waldorf-Bereich aufhalten durften.
Dienstag, 25. Oktober 2011
Von Trottelblumen oder: Etwas ist faul im Staate Dänemark
In den Fachgremien der Botaniker ist die kleine, immergrüne Waldstaude besser als Soldanella carpatica bekannt. Wer es bodenständiger (DD trivialer) bevorzugt, nennt das zier-pflanz-liche Schattengewächs einfach Alpenglöckchen. Nicht nur in der angrenzenden Bundesrepublik zählt die Trottelblume zu einer geschützten Art. Aber dieses Postulat erhellt wohl nicht nur die Pflanzenwelt mit ihrer Gültigkeit. Befragt man entsprechende Experten zu deren Vorkommen in der Natur, so konstatieren diese folgendes: "wobei man bei dieser geographischen Dichte schon fast von Clustering sprechen kann."
Aktuell wird an einem einzigartigen Sendekonzept getüftelt. Eine neue Castingshow wird in absehbarer Zeit auf der Bildfläche der heimischen Medienlandschaft erscheinen: "Amserl sucht den Supertrottel." Und eines sei bereits im Vorfeld gewiss: Er wird garantiert gefunden werden.
In diesem Sinne in aller Kürze: Trottel gibt es mehr als Blumen.
Aktuell wird an einem einzigartigen Sendekonzept getüftelt. Eine neue Castingshow wird in absehbarer Zeit auf der Bildfläche der heimischen Medienlandschaft erscheinen: "Amserl sucht den Supertrottel." Und eines sei bereits im Vorfeld gewiss: Er wird garantiert gefunden werden.
In diesem Sinne in aller Kürze: Trottel gibt es mehr als Blumen.
Freitag, 21. Oktober 2011
Schreib-block-ade
Nun, ungeheuer schlimm für jemanden aus der schreibenden Zunft ist so eine Schreibblockade. An Dramatik ist dieser Umstand lediglich dadurch zu überbieten, aufgrund von Zeitnot seine hochgeistige Eruption nicht zu Papier bringen zu können. An dieser Stelle mögen erneut die allerherzlichsten Dankesworte an die Informationsplattform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gerichtet werden. Die Entsendung erfolgt standes(blog)gemäß natürlich mittels einer dafür entsprechend ausgebildeten Brieftaube.
Mittlerweile möchte ich mit einer Behauptung sogar so weit gehen, die Existenz dieses Blogs in Frage zu stellen, sollte www.orf.at seine hochkarätige Berichterstattung reduzieren.
Tragen wir die olfaktorischen Schreckensmeldungen chronologisch zusammen:
Diese Geschichte trägt das Potenzial richtiggehend zum Himmel zu stinken. (Zumindest erkenne ich in der ausgedehnten Schreib-Abstinenz den Vorteil, mich nun riesig über die Verlinkungs-Vereinfachung erfreuen zu können). Eine Assoziation zu Schweizer Käse ist nahezu unausweichlich, wechseln doch sage und schreibe 7 von 10 Männern aus der Schweiz ihr Fußkleid täglich. Deutsche und Österreicher werden als sockenreiche Männer ins Rennen geschickt. Nun muss man jedoch karikieren, dass mit einem Seitenblick zu den Prozentsätzen, Besitz alleine noch nie entsprechend aussagekräftig war, wenn man(n) nicht weiß, was man mit der Sammlung anfangen soll. Aber hier drängt sich wohl der Jagd- und Sammeltrieb als Argument auf. An-seh-nliche 78 % der Männer wechseln hierzulande Tag für Tag ihre Socken. Ich wiederhole ungläubig: beachtliche 78 %??? Und nun ein kleines Rechenmassaker (für all jene, die erschrocken die Hände über dem Kopf zusammen schlagen mögen: es ist eine von jenen Rechenaufgaben, die ich gerade noch alleine bewerkstelligen kann - schließlich bete ich jeden Tag zu Gott und Pythagoras...). Nach Adam Riesling[sic!] bleiben noch immer 22 % übrig, die diesem wohl vernachlässigbaren Wechsel nicht nachgehen.
Gleichzeitig könnte man nebst der dargebotenen Schauderhaftigkeit in dem Studienergebnis zur Frage gelangen, ob man im nicht näher genannten Schweizer Meinungsforschungsinstitut durch intern durchgeführte empirische Fallstudien zu der Fragestellung und schließlich zu diesem Forschungsdesign gelangt ist.
Hagelzucker oder Zuckerhagel
Vor einigen Tagen hat es im sonst so beschaulichen Himberg wohl wie Kraut und Rüben ausgesehen, nur ohne Kraut. Dem vielsagenden Ausspruch "eines auf die Rübe bekommen" wurde nach diesem Ereignis eine neue Bedeutung verliehen. Da hat es sich wieder gezeigt, dass so ein Leben eines Zugreisenden durchaus als gefährlich (und dank der ÖBB auch als nervenaufreibend) bezeichnet werden kann.
"Net mei Frau! (Denkpause) Die Sau!"
Wie auch immer diese Alarmierung zustande gekommen sein möge. Es ist einfach eine wunderbare, wenngleich für den verunglückten Eber natürlich traurige, Schlagzeile. Wir schicken dem Schweinderl auf diesem Wege natürlich die besten Genesungswünsche.
Wenn ihr in den kommenden Monaten hier keinen Lesestoff vorfindet, dann habe ich wohl doch nach- und mich dem wohlverdienten Winterschlaf hingegeben.
Mittlerweile möchte ich mit einer Behauptung sogar so weit gehen, die Existenz dieses Blogs in Frage zu stellen, sollte www.orf.at seine hochkarätige Berichterstattung reduzieren.
Tragen wir die olfaktorischen Schreckensmeldungen chronologisch zusammen:
Diese Geschichte trägt das Potenzial richtiggehend zum Himmel zu stinken. (Zumindest erkenne ich in der ausgedehnten Schreib-Abstinenz den Vorteil, mich nun riesig über die Verlinkungs-Vereinfachung erfreuen zu können). Eine Assoziation zu Schweizer Käse ist nahezu unausweichlich, wechseln doch sage und schreibe 7 von 10 Männern aus der Schweiz ihr Fußkleid täglich. Deutsche und Österreicher werden als sockenreiche Männer ins Rennen geschickt. Nun muss man jedoch karikieren, dass mit einem Seitenblick zu den Prozentsätzen, Besitz alleine noch nie entsprechend aussagekräftig war, wenn man(n) nicht weiß, was man mit der Sammlung anfangen soll. Aber hier drängt sich wohl der Jagd- und Sammeltrieb als Argument auf. An-seh-nliche 78 % der Männer wechseln hierzulande Tag für Tag ihre Socken. Ich wiederhole ungläubig: beachtliche 78 %??? Und nun ein kleines Rechenmassaker (für all jene, die erschrocken die Hände über dem Kopf zusammen schlagen mögen: es ist eine von jenen Rechenaufgaben, die ich gerade noch alleine bewerkstelligen kann - schließlich bete ich jeden Tag zu Gott und Pythagoras...). Nach Adam Riesling[sic!] bleiben noch immer 22 % übrig, die diesem wohl vernachlässigbaren Wechsel nicht nachgehen.
Gleichzeitig könnte man nebst der dargebotenen Schauderhaftigkeit in dem Studienergebnis zur Frage gelangen, ob man im nicht näher genannten Schweizer Meinungsforschungsinstitut durch intern durchgeführte empirische Fallstudien zu der Fragestellung und schließlich zu diesem Forschungsdesign gelangt ist.
Hagelzucker oder Zuckerhagel
Vor einigen Tagen hat es im sonst so beschaulichen Himberg wohl wie Kraut und Rüben ausgesehen, nur ohne Kraut. Dem vielsagenden Ausspruch "eines auf die Rübe bekommen" wurde nach diesem Ereignis eine neue Bedeutung verliehen. Da hat es sich wieder gezeigt, dass so ein Leben eines Zugreisenden durchaus als gefährlich (und dank der ÖBB auch als nervenaufreibend) bezeichnet werden kann.
"Net mei Frau! (Denkpause) Die Sau!"
Wie auch immer diese Alarmierung zustande gekommen sein möge. Es ist einfach eine wunderbare, wenngleich für den verunglückten Eber natürlich traurige, Schlagzeile. Wir schicken dem Schweinderl auf diesem Wege natürlich die besten Genesungswünsche.
Wenn ihr in den kommenden Monaten hier keinen Lesestoff vorfindet, dann habe ich wohl doch nach- und mich dem wohlverdienten Winterschlaf hingegeben.
Sonntag, 2. Oktober 2011
Nachts im Museum
Sende-Pause Ende: Was bisher geschah
Nichts! Naja, fast nichts. Das mag mit dem Umstand zusammenhängen, dass seit dem schaurig-schönen Erlebnis mit der Bildungselite im Wiener U-Bahnnetz selbiges großräumig gemieden wurde. Bis heute zumindest. Es ist zwar auffallend richtig, dass man hier den Stoff erhält, aus dem die einzig wahren Geschichten gemacht werden, aber man muss ja nicht überall an vorderster Front kämpfen. Oder so.
Verharren wir noch einen Augenblick bei kämpfen. Folgendes Zitat wird (nach salbungsvollen Dankesworten an den edlen Spender) in die hochkarätige Sammlung der Weisheiten aufgenommen: "Das Wort war ihr Schwert und die Schrift ihr Degen. Das Blutvergießen wird fürchterlich sein."
Apropos fürchterlich. Dazu fällt mir ein, dass dem interessierten Wiener schon ein ausgesprochen skurriles Kunst- und Kultur(?)-Programm geboten wird. Belvedere, Kunsthistorisches Museum oder das Haus der Musik - das ist doch bitte schön nichts für die Individualisten von heute. Die Querdenker unserer Gesellschaft können folgende morbide Route in der langen Nacht der Museen zusammenstellen (Anm. d. Red.: wie jedes gute Studium ist es jedoch genehmigungspflichtig):
Ein Un-Glück kommt im Rauchfangkehrer-Museum selten alleine.
Es bietet sich an, im Bibelzentrum um eine Unterredung mit Gott zu bitten, damit im anschließend visitierten Endoskopie-Museum nichts dem Bauchgefühl überlassen wird.
Es mag ein wenig makaber klingen, aber es liegt förmlich auf der (eiskalten) Hand, dass der
letze Halt nunmal im: Bestattungsmuseum der Bestattung Wien (Highlight: Kinder können hier einen Sarg bemalen) sein wird, wenn sich der Abend zu Ende neigt.
Wer jetzt zu der Überzeugung gekommen ist, dass alles lediglich eine Form der Selbstgeiselung ist, der ist von der vorletzten Station des Foltermuseums sicherlich gefesselt.
Am besten kann man den im Laufe des Abends angesammelten Frust in der Endstation Alt-Wiener Schnapsmuseum runterspülen.
Für diese alternative Museumstour spricht auf jeden Fall, dass man, im Gegensatz zu den Mainstream-Routen, mehr als zwei Museen an einem Abend besuchen kann!
In diesem Sinne... Lange Nacht!
Nichts! Naja, fast nichts. Das mag mit dem Umstand zusammenhängen, dass seit dem schaurig-schönen Erlebnis mit der Bildungselite im Wiener U-Bahnnetz selbiges großräumig gemieden wurde. Bis heute zumindest. Es ist zwar auffallend richtig, dass man hier den Stoff erhält, aus dem die einzig wahren Geschichten gemacht werden, aber man muss ja nicht überall an vorderster Front kämpfen. Oder so.
Verharren wir noch einen Augenblick bei kämpfen. Folgendes Zitat wird (nach salbungsvollen Dankesworten an den edlen Spender) in die hochkarätige Sammlung der Weisheiten aufgenommen: "Das Wort war ihr Schwert und die Schrift ihr Degen. Das Blutvergießen wird fürchterlich sein."
Apropos fürchterlich. Dazu fällt mir ein, dass dem interessierten Wiener schon ein ausgesprochen skurriles Kunst- und Kultur(?)-Programm geboten wird. Belvedere, Kunsthistorisches Museum oder das Haus der Musik - das ist doch bitte schön nichts für die Individualisten von heute. Die Querdenker unserer Gesellschaft können folgende morbide Route in der langen Nacht der Museen zusammenstellen (Anm. d. Red.: wie jedes gute Studium ist es jedoch genehmigungspflichtig):
Ein Un-Glück kommt im Rauchfangkehrer-Museum selten alleine.
Es bietet sich an, im Bibelzentrum um eine Unterredung mit Gott zu bitten, damit im anschließend visitierten Endoskopie-Museum nichts dem Bauchgefühl überlassen wird.
Es mag ein wenig makaber klingen, aber es liegt förmlich auf der (eiskalten) Hand, dass der
letze Halt nunmal im: Bestattungsmuseum der Bestattung Wien (Highlight: Kinder können hier einen Sarg bemalen) sein wird, wenn sich der Abend zu Ende neigt.
Wer jetzt zu der Überzeugung gekommen ist, dass alles lediglich eine Form der Selbstgeiselung ist, der ist von der vorletzten Station des Foltermuseums sicherlich gefesselt.
Am besten kann man den im Laufe des Abends angesammelten Frust in der Endstation Alt-Wiener Schnapsmuseum runterspülen.
Für diese alternative Museumstour spricht auf jeden Fall, dass man, im Gegensatz zu den Mainstream-Routen, mehr als zwei Museen an einem Abend besuchen kann!
In diesem Sinne... Lange Nacht!
Abonnieren
Posts (Atom)





